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Hintergrundbild Epoche

Radio hören ist beliebt


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Volksempfänger VE301W aus dem Baujahr 1933
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Verteilung von Radios an die Bevölkerung

Aufgrund des Volksempfängers, dem preiswerten Radio, das sich jeder leisten konnte, stieg die Zahl der Menschen, die Radio hörten, ab 1933 erheblich an.

Die Menschen hörten gerne gemeinsam Radio

So besaßen im Jahr 1933 circa 4,3 Millionen Menschen ein Radio, im Jahr 1939 waren es schon 10,8 Millionen. Radiohören wurde zum Gemeinschaftserlebnis. Trotz des günstigen Preises blieb das Radio doch etwas Besonderes. Oft versammelten sich die Menschen, um gemeinsam Radio zu hören.

Doch nicht die Politik stand im Mittelpunkt, wenn man Radio hörte. Zwar wurden die Reden Hitlers oder Goebbels über den Volksempfänger übertragen, aber das normale Radioprogramm diente in erster Linie der Unterhaltung und der Ablenkung. Der Propagandaminister Joseph Goebbels wusste, dass ein Zuviel an Propaganda die Menschen irgendwann nervte und das Gegenteil von dem erreichte, was er wollte. So wurden sehr viele Wunschkonzerte, Schlager und weitere Unterhaltungssendungen produziert.

Während des Krieges übermittelte das Radio vor allem Durchhalteparolen

Während des Krieges gab es dann Durchhalteparolen ohne Ende und die Menschen wurden über die wahren Ereignisse an der Front im Unklaren gelassen. Vor allem, als die Erfolge der Deutschen ab 1942 geringer wurden, wollte man immer noch die deutschen Siege, die es ja gar nicht mehr gab, feiern.

"Feindsender" zu hören, war sehr gefährlich

So gab es auch viele Menschen, die sich auf das Risiko einließen, so genannte "feindliche", also ausländische Sender zu hören. Darauf standen strenge Strafen, sogar die Todesstrafe, wenn man dabei erwischt wurde. Trotzdem saßen Abend für Abend viele vor dem Radio und hörten BBC, das war der britische Radiosender. Im Ausland sendete man übrigens auch in deutscher Sprache, um möglichst viele Menschen zu informieren und sie zum Aufgeben zu bringen.


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