Hintergrundbild Epoche

Hitlers Antisemitismus


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Auf dem Foto siehst du Wilhelm Marr abgebildet, den Mann, der den Begriff „Antisemitismus&dquo; eine neue Bedeutung gegeben hat.
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Auf diesem Foto siehst du ganz rechts den noch jungen Adolf Hitler mit 25 Jahren. Schon damals hatten sich seine Weltanschauung und vor allem sein Antisemitismus gefestigt.

Hitlers Weltanschauung war von einem starken Antisemitismus, also dem Hass auf die Juden, auf alles Jüdische, geprägt. Doch wie kam es, dass ein Mensch so sehr hasste. Was hatten ihm die Juden getan oder hatten sie überhaupt etwas getan?

Die Juden hatten Hitler niemals etwas getan

Eine einfache Antwort: die Juden hatten Hitler persönlich überhaupt nichts getan. Seine Weltanschauung entwickelte sich in den Jahren von 1907 bis 1913, das war die Zeit, die er in Wien in bitterer Armut verbrachte. Er war beruflich und privat nicht erfolgreich und so bastelte er sich ein Weltbild zusammen, in dem andere Schuld an seinem Zustand hatten. Und die vermeintlich Bösen, das waren dann die Bolschewiken und die Juden. Wer weiß, vielleicht wäre ihm auch eine andere Gruppierung eingefallen. 

Hitler ohne Chancen in Wien

Hitler selbst hatte in der prächtigen Vorzeigestadt Wien wenig Chancen. Er hatte seine Schule abgebrochen, war beim Aufnahmeverfahren der Kunstakademie in Wien abgewiesen worden und bewegte sich in einer Welt der Ausgestoßenen inmitten von Reichtum. Hier kam er auch auf die Idee, nur der Stärkere könnte in so einer Welt überleben. Und Hitler zählte sich zu den Stärkeren. Zumindest träumte er zu diesem Zeitpunkt davon, zu den Stärkeren zu zählen.

Hier las er auch so einiges, was ihn in diesem Denken bestärkte. Einfluss auf ihn hatte zum Beispiel der damalige Bürgermeister von Wien, der Karl Lueger hieß. Dieser Mann vermochte die Massen zu begeistern und durch seine Reden zu beeinflussen. Auch die Schriften eines Journalisten namens Wilhelm Marr beeinflussten Hitler. Dieser behauptete, die germanische Rasse wäre durch die Juden bedroht und die Juden wären "Parasiten". 

Wenn auch der Begriff "Antisemitismus" von Hitler persönlich nicht erfunden wurde, so erstellte er doch mit als erster eine direkte Verbindung von Judentum, Kapitalismus und Kommunismus. Hitler entwickelte ein Feindbilddenken,  das wenige Zeit später den Tod von Millionen Menschen zur Folge hatte. Hitler hat diese Ideen dann in seinem Buch "Mein Kampf" selbst aufgegriffen und weiter ausgebaut.


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