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Genscher 1977
Genscher 1977
Hans-Dietrich Genscher
* Geboren:
21. März 1927 in Halle (Saale)
† Gestorben:
31. März 2016 in Wachtberg-Pech
Beruf:
Rechtsanwalt; Innenminister (1969-74), Außenminister (1974-92) der Bundesrepublik
Befreundet mit:
Beziehungsstatus:
verheiratet mit Barbara
Kinder:
Martina
Hobbys:
Besondere Kennzeichen:
trägt gern gelbe Pullover

Wer ist er?

Hans-Dietrich Genscher (FDP) war viele Jahre lang Außenminister der Bundesrepublik. In diesem Amt verkündete er 1989 den Flüchtlingen in der Deutschen Botschaft in Prag, dass ihre Ausreise genehmigt sei.

Laufbahn

1952 verließ Genscher seine Heimatstadt Halle und die DDR und ging über West-Berlin in die Bundesrepublik. Hier trat er in die FDP ein. 1962 wurde er Bundesgeschäftsführer seiner Partei, 1968 stellvertretender Bundesvorsitzender und von 1974 bis 1985 schließlich Bundesvorsitzender. Abgeordneter des Bundestages war Genscher von 1965 bis 1998.

Als nach der Bundestagswahl 1969 eine sozialliberale Koalition (aus SPD und FDP) unter dem neuen Bundeskanzler Willy Brandt gebildet wurde, übernahm Genscher als einer von drei FDP-Ministern das Innenministerium. Bei der Geiselnahme israelischer Sportler während der Olympischen Spiele in München 1972, stellte sich Genscher zum Geiselaustausch zur Verfügung. Die palästinensischen Terroristen lehnten den Austausch jedoch ab.

Nach dem Rücktritt Brandts im Mai 1974 und der Wahl des bisherigen Außenministers Walter Scheel zum Bundespräsidenten, wurde Genscher unter Kanzler Helmut Schmidt nun Außenminister. Fast durchgängig blieb er bis 1992 in diesem Amt.
Im Dezember 1976 schlug er den Vereinten Nationen (UN) eine Anti-Terrorismus-Konvention vor, nach der Forderungen von Geiselnehmern nicht erfüllt werden sollen. Dieser Vorschlag wurde angenommen.

Nach der Bundestagswahl 1980 wurde die Koalition fortgeführt, doch SPD und FDP entfernten sich vor allem in der Wirtschafts- und Sozialpolitik voneinander. Am 17. September 1982 zerbrach die Koalition durch den Rücktritt der vier FDP-Minister im Kabinett. Ein Misstrauensvotum gegen Helmut Schmidt brachte dann Helmut Kohl (CDU) ins Amt des Bundeskanzlers. Genscher wurde am 4. Oktober erneut Außenminister.

Genscher setzte sich für eine Entspannungspolitik zwischen Ost und West und eine intensive Europapolitik ein. 1989 verhandelte er mit der DDR über die Ausreise der Flüchtlinge in der Deutschen Botschaft in Prag, die er schließlich verkünden konnte. 1990 beteiligte er sich intensiv an den Verhandlungen über die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten.  Zusammen mit seinem polnischen Amtskollegen Krzysztof Skubiszewski unterzeichnete er in Warschau den Vertrag über die Festlegung der Oder-Neiße-Linie als polnische Westgrenze.

Auf eigenen Wunsch schied Genscher im Mai 1992 aus der Bundesregierung aus.
 
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