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Egon Krenz 1986
Egon Krenz 1986
Egon Krenz
* Geboren:
19. März 1937 in Kolberg, Pommern
† Gestorben:
-
Beruf:
Lehrer, Politiker (DDR)
Befreundet mit:
Beziehungsstatus:
verheiratet
Kinder:
1 Sohn
Hobbys:
Besondere Kennzeichen:

Wer ist er?

Egon Krenz wurde am 17. Oktober 1989 Nachfolger Erich Honeckers als SED-Generalsekretär und Staatsratsvorsitzender der DDR. Schon Anfang Dezember musster er mit dem gesamten Politbüro zurücktreten.

Politischer Aufstieg

Egon Krenz absolvierte am "Institut für Lehrerbildung" auf Rügen eine Ausbildung zum Lehrer für die Unterstufe (Klasse 1 bis 4). 1953 trat er in die FDJ ein, 1955 in die SED. In beiden Organisationen stieg er schnell zu leitenden Positionen auf. 1964 bis 1967 studierte er in Moskau an der Parteihochschule der KPdSU und wurde Diplomgesellschaftswissenschaftler. Er wurde anschließend Sekretär des Zentralrates der FDJ, ab 1974 Erster Sekretär, ab 1971 war er zudem Vorsitzender der Jungen Pioniere.

1973 wurde er Mitglied des ZK der SED, 1981 bis 1984 gehörte er dem Staatsrat der DDR an. 1983 wurde er Mitglied des Politbüros. Als Sekretär des ZK der SED war er für Sicherheitsfragen, Jugend, Sport, Staats- und Rechtsfragen zuständig. 1984 wurde er zum Stellvertreter des Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker gewählt und war somit in einer der höchsten Positionen im Land.

Wendezeit

Die massiven Proteste und Demonstrationen im Herbst 1989 führten schließlich zum erzwungenen Rücktritt von Erich Honecker. Krenz wurde am 18. Oktober zu dessen Nachfolger als Generalsekretär des ZK der SED gewählt, am 24. Oktober zum Staatsratsvorsitzenden.

In seiner Antrittsrede prägte Krenz den Begriff "Wende". Doch gemeint war keine wirkliche Wende, sondern die Zementierung der SED-Herrschaft. Der Begriff ist zudem umstritten, weil in ihm nicht deutlich wird, dass die friedliche Revolution vom Volk ausging.

Nach dem Mauerfall am 9. Novemver 1989 verlor Krenz auch in der Partei den Rückhalt. Am 3. Dezember 1989 trat das Politbüro des ZK der SED, und somit auch Krenz, geschlossen zurück. Drei Tage später gab Krenz auch den Vorsitz des Staatsrates ab. Als Abgeordneter der Volkskammer trat er im Januar 1990 zurück.

Verurteilung und Haft

Nach der Wiedervereinigung wurde Krenz zu einer Freiheitsstrafe von sechseinhalb Jahren verurteilt. Ihm wurde vorgeworfen, in vier Fällen Mitverantwortung zu tragen für tödliche Schüsse an der innerdeutschen Grenze. Zunächst kam Krenz nach 18 Tagen Haft aufgrund einer Haftbeschwerde frei, 1999 wurde diese Entscheidung aufgehoben und Krenz saß knapp vier Jahre in Haft. Die restliche Zeit wurde zur Bewährung ausgesetzt.
 
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