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1968

Gründung der DKP

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Kurt Bachmann, der Sprecher des Bundesausschusses, während seiner Rede auf der ersten Bundeskonferenz der Deutschen Kommunistischen Partei am 27. Oktober 1968 in der Offenbacher Stadthalle.

Vorgeschichte:

Die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) war durch die NS-Diktatur zerschlagen worden. In der DDR ging sie, zusammen mit der SPD, nach dem Zweiten Weltkrieg in der SED auf, in der Bundesrepublik wurde die KPD unter ihrem alten Namen wieder neu organisiert. Im Bundestag war sie seit 1953 nicht mehr vertreten. 1956 wurde sie verboten, weil sie nach Ansicht des Bundesverfassungsgerichtes "verfassungswidrig" war. Sie verstieß gegen die "freiheitlich demokratische Grundordnung", wie es im Grundgesetz heißt.

Befürworter einer kommunistische Partei

Die SPD - seit 1966 an der Regierung beteiligt - war daran interessiert, eine kommunistische Partei in der Bundesrepublik zuzulassen, auch um das Verhältnis zur DDR und den anderen sozialistischen Staaten zu entspannen. Außerdem war auf der anderen Seite des Parteienspektrums die NPD zugelassen. Dieses Missverhältnis wurde auch im Ausland kritisiert, wo kommunistische Parteien anerkannter Teil des parlamentarischen Systems waren.

Die Gründung

So wurde schließlich im September 1968 die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) als Nachfolgeorganisation der KPD gegründet. Beteiligt waren viele bisherige Mitglieder der KPD, darunter der Vorsitzende der KPD Max Reimann. Offiziell bestand die KPD übrigens weiter, weil sie sich nie selbst aufgelöst hat. Eine Partei kann also trotz ihres Verbots weiter bestehen.

Die DKP

Der erste Parteitag folgte am April 1969. In Landtags- und Bundestagswahlen blieb die DKP bedeutungslos, so erhielt sie bei Bundestagswahlen maximal 0,3 Prozent der Stimmen. Besonders aktiv war die Studentenorganisation der DKP, der Marxistische Studentenbund Spartakus (MSB). Vorsitzende der DKP waren Kurt Bachmann (Vorsitzender 1969-1973) und Herbert Mies (1973-1990). Parteimitglieder der DKP hatten insbesondere nach dem Radikalenerlass von 1972 Probleme, im öffentlichen Dienst zu arbeiten und erhielten faktisch Berufsverbote. Zur SED pflegte die DKP enge Beziehungen. Auch finanziell wurde sie von der SED unterstützt.


 
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