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Hintergrundbild Epoche

Gibt es schon Kindergärten?


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Das Außenglände eines Fröbelkindergartens 1926.
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Zukünftige Kinderpflegerinnen 1926
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Ausstellung "Mutter und Kind", Juni 1929 in Berlin. Zu sehen sind Kinderpuppen in natürlicher Größe am Frühstückstisch in einem Montessori-Kinderhaus.

1920 betrug der Anteil der Kindergartenplätze etwa 13 Prozent. Die Kindergärten waren eine Einrichtung der Kinder- und Jugendwohlfahrt. Ab 1924 unterstanden die Kindergärten dann den Jugendämtern, die man gerade neu eingerichtet hatte. Diese sollten die Einrichtung von Kindergärten unterstützen.

Fürsorge und Erziehung

Kindergärten galten jedoch weiterhin vor allem als Fürsorgeeinrichtung. Sie waren also gedacht für Familien, die keine andere Betreuungsmöglichkeit für ihre Kinder hatten. Wenn die Mutter arbeiten musste und auch keine Großmutter in der Nähe wohnte, wären die Kinder sonst verwahrlost. Nach und nach hatte sich aber auch das Ziel durchgesetzt, die Kinder nicht nur zu verwahren, sondern sie auch zu erziehen.

Methoden und Trägerschaft

Insgesamt setzte sich die von Friedrich Fröbel (siehe Blick zurück) befürwortete Art der Erziehung an den meisten Kindergärten durch. Sie setzte auf die Selbstentfaltung des Kindes und seine Kreativität. Neben den städtischen Kindergärten waren auch viele in evangelischer oder katholischer Trägerschaft.

Die Kindergärtnerin

Die Ausbildung der Aufsichtspersonen wurde in den 1920er Jahren mehr und mehr vereinheitlicht. Es gab nun "Kindergärtnerinnenseminare", in denen die zukünftigen Kindergärtnerinnen zwei Jahre lang Kurse besuchten. 1926 gab es die erste amtliche Prüfungsordnung für Kindergärtnerinnen. Die Kindergärtnerinnen trugen übrigens weiße Schürzen.

Montessori

Zur Zeit der Weimarer Republik verbreitete sich aber auch die Montessori-Pädagogik in Deutschland. 1919 wurde das erste Montessori-Kinderhaus in Berlin eröffnet. Nach und nach kamen weitere hinzu. Vor allem die Lehrerin Clara Grunwald setzte sich für die Gründung der Kinderhäuser ein und gründete 1925 die "Deutsche Montessori-Gesellschaft". In diesen "Kinder-Häusern" stand von vornherein nicht die "Verwahrung" der Kinder im Vordergrund, sondern ihre Bildung. Das Montessori-Motto war: "Hilf mir, es selbst zu tun". Es gab viele Materialien für die Kinder. Freies Spiel hingegen war nicht hoch angesehen.

Waldorf-Kindergarten

1927 wurde – nach der ersten Waldorf-Schule 1919 – der erste Waldorf-Kindergarten geründet. Damit gab es also noch eine weitere Richtung in der öffentlichen Kleinkind-Erziehung. Hier versuchte man die Kinder nach der anthroposophischen Lehrte von Rudolf Steiner zu erziehen.


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