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Hintergrundbild Epoche

Hunger und Elend hier, Blüte der Kunst dort


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Ein bettelnder Kriegsinvalide in Berlin 1923
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Schulspeisung in Berlin-Wedding 1931
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Auch das war die Weimarer Republik: Vergnügen beim Tanztee. 1926.

Hunger und Armut

Vor allem die große Masse der Arbeiter und ihre Familien hatte auch nach dem Ersten Weltkrieg mit großer Not zu kämpfen. Die Armut war weit verbreitet und groß. Staatliche Unterstützung wurde zwar in Form einer Arbeitslosenunterstützung eingeführt, doch so etwas wie Kindergeld gab es nicht. Hinzu kam die große Anzahl an Kriegsheimkehrern. Viele waren zu Invaliden geworden und hatten ein Bein oder einen Arm verloren. Und wer körperlich unversehrt war, litt meist trotzdem, weil er zu viele schlimme Dinge in den Schützengräben gesehen hatte.

Krankheiten

Viele Menschen, vor allem in den Städten, litten an Krankheiten. Schlechte Ernährung, mangelnde Sauberkeit und die Enge in den Wohnungen und Häusern trugen dazu bei, dass Menschen krank wurden und die Krankheiten sich dann auch schnell ausbreiteten. Die Diphtherie erlebte noch einmal eine Krankheitswelle ab den 1920er Jahren, obwohl es dafür schon einen Impfstoff gab. Der Impfstoff gegen Tuberkulose wurde zwar 1921 entwickelt, erlebte seinen Durchbruch aber erst im Zweiten Weltkrieg. Beide Krankheiten forderten viele Tote. Viele Kinder litten an Rachitis, die ausgelöst wird durch schlechte Ernährung und Lichtmangel.

Kunst und Kultur

Dem gegenüber stand eine Blüte der Kunst und Kultur. Deutschland wurde zur Hochburg des Kinos, Tanzbars und Musikclubs eröffneten, Künstler probierten neue Techniken. Dadaismus und Surrealismus wandten sich gegen die althergebrachte Kunst und wagten etwas völlig Neuartiges. Nach und nach setzte sich die Neue Sachlichkeit durch. Deren Künstler suchten die objektive Sichtweise und die realistische Einschätzung. Begeistert aufgenommen wurden die neuen Medien: Zeitungen, Radio und Film erfreuten sich großer Beliebtheit. Die Menschen strömten ins Kino und ins Theater.


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