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Hintergrundbild Epoche

Die Kleidung der Kinder


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Hier wird 1927 der Hindenburgdamm eröffnet, ein Eisenbahndamm zur Insel Sylt. Zur feierlichen Eröffnung tragen die Mädchen feine Kleider.
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Kinder in Berlin 1925. Die Jungen tragen kurze Hosen und Kniestrümpfe.
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Vier Schwestern in Sonntagskleidung (1919)

Kleid oder Hose

Mädchen trugen Kleider und Röcke, Jungen trugen Hosen. Diese Aufteilung war klar wie Kloßbrühe. Was man genau trug, hing natürlich auch von der Herkunft ab: ein Mädchen vom Gutshof trug feinere Kleider als die Arbeitertochter in der Stadt. Auch regional gab es Unterschiede.

Kürzere Röcke

Was sich gegenüber der Kaiserzeit änderte, war die Länge der Röcke und die Farbe der Kleidung. Wie die Frauen trugen nun auch die Mädchen ihre Kleider knielang (statt wadenlang). Meist waren die Kleider in dunklen Farben. Weiße Kleider hatten nur Töchter reicher Eltern, außerdem war das Sonntagskleid oft weiß. Gerne durfte auch ein Blumenmuster aufgestickt sein. Die Kniestrümpfe zu Rock oder Kleid waren nun ebenfalls häufig weiß und nicht mehr schwarz. Dazu wurden schwarze flache Schuhe getragen.

Hose und Hemd

Jungen trugen dunkelfarbige Hosen, im Sommer kurz, im Winter lang. Gehalten wurde die Hose mit Hosenträgern. Dazu trug der Junge ein weißes Hemd. T-Shirts gab es noch gar nicht! Unterhemd und darüber ein (Ober-)Hemd war das übliche Outfit, im Winter konnte darüber ein Strickpullover oder Pullunder getragen werden. An den Füßen hatte er im Winter Schnürstiefel. Im Sommer lief man auf dem Land barfuß.

Geerbt und geflickt

Neu gekaufte Kleidung? Das gab es in den meisten Elternhäusern nicht! Denn alles, was Kinder trugen, war entweder umgearbeitete Erwachsenenkleidung oder von Geschwistern oder Verwandten Geerbtes. Mütter und Großmütter flickten und strickten und nähten, wenn es nötig war. Socken wurden gestopft, wenn sie Löcher hatten.

Sonntagskleidung

Sonntags trug man besondere Kleidung. Der in der Kaiserzeit für Jungen in Mode gekommene Matrosenanzug war in wohlhabenderen Kreisen immer noch modern und wurde nicht nur sonntags getragen, sondern auch zu besonderen Anlässen wie zur Einschulung. Mädchen hatten ihr schwarzes oder weißes Sonntagskleid an und trugen dazu eine große Schleife im Haar, den "Propeller".


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