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Hintergrundbild Epoche

Kleider für die Frau


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1930. Mit Kleid, Hut und Mantel gut angezogen!
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Hier sieht man schön die tiefen Taillen bei den Kleidern. Männer trugen Anzug mit Schlips!
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Eine große Modenschau am Lido in Italien zeigte die neuesten Pariser Modelle, hier ein vornehmes Nachmittagskleid mit Sommerpelz.
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Hier sieht man schön den schmal geschminkten Mund. Zu sehen ist die Schauspielerin Evelyn Brent.

Kleid statt Hose

Frauen trugen nach wie vor Kleider – und keine Hosen! Das konnten sich höchstens Diven wie Marlene Dietrich leisten, die damit einen eigenen Stil schuf. Die "normale" Frau aber hatte keine Hose im Schrank. Akzeptiert waren Hosen allenfalls bei bestimmten Arbeiten oder als Uniform. Gesellschaftlich akzeptiert wurde die Frauenhose erst Ende der 1960er Jahre!

Das Kleid ohne Taille

Neu in den 1920ern war vor allem, dass die Kleider keine Taille mehr zeigten und dass diese immer tiefer rutschte. Diese Kleider waren sehr gerade geschnitten, wodurch die Taille nicht mehr betont wurde. Außerdem saß sie sehr tief. Von Jahr zu Jahr wanderte sie sozusagen nach unten, ehe ab 1929 der umgekehrte Weg stattfand.

Die Kleiderlänge variierte von waden- bis knielang. Schärpen und Schleifen schmückten die Kleider. Sie waren hochgeschlossen und zeigten keinen Ausschnitt. Oft hatten sie einen Bubikragen. Das ist ein meist weißer Kragen, der sehr flach aufliegt und vorne abgerundete Ecken hat. Die gerade Linie blieb modisch bis 1933.

Die Abendmode

Das Abendkleid war ähnlich geschnitten, besaß aber meist Spaghettiträger. Als dekorative Elemente dienten Glasperlen und Seidenfasern. Wichtige Accessoires waren die Boa, ein Stirnband und eine Perlenkette. Dazu noch die Zigarettenspitze in die Hand, denn Frauen wollten ja emanzipiert sein!

Schönheitsideal

Einerseits wollten die Frauen männlich-sportlich wirken, der Körper sollte eher knabenhaft als füllig aussehen, die weiblichen Reize wurden verhüllt. Andererseits galt noch immer das Schönheitsideal der nicht allzu dünnen Frau.

Selbst ist die Frau!

In wirtschaftlicher Not schneiderte man sich seine Kleidung selbst! Das war nach dem Ersten Weltkrieg genauso wie nach dem Zweiten. Stoffe waren wesentlich billiger als fertige Kleidung und Schnittmuster gab es ebenfalls zu kaufen. Man gab sie auch an Freundinnen oder Nachbarinnen weiter. Nähmaschinen gab es in vielen Arbeiterhaushalten. Sie waren jedoch noch nicht elektrisch, sondern wurden mit dem Fuß bedient.

Geschmückt

Frauen, die es sich leisten konnten, trugen natürlich auch Schmuck. Typisch für die 1920er Jahre ist dabei die Perlenkette. Auch Armreifen wurden gerne getragen. Sehr beliebt waren ägyptische Motive, nachdem Howard Carter 1922 das Grab des Tutanchamun entdeckt hatte. Broschen, Armbänder und Halsketten wurden mit Skarabäen (Käfer), Sphinxköpfen oder Horusfalken dekoriert.

Modeschmuck

In dieser Zeit entstand auch der Modeschmuck. Das ist Schmuck, der günstig produziert wird und keine edlen Materialien enthält, also zum Beispiel keine echten Edelsteine, sondern nachgemachte. Coco Chanel war eine Vorreiterin auf dem Gebiet des Modeschmucks. Dass solcher Schmuck auch künstlerischen Anspruch besitzen kann, bewies die Italienerin Elsa Schiaparelli, die 1928 ihren ersten Laden in Paris eröffnete und dort Schmuck verkaufte, der vom Dadaismus und Surrealismus beeinflusst war.

Geschminkt

Neu war auch, dass sich die jungen Frauen nun schminkten. Bisher taten dies nur Schauspielerinnen. Dementsprechend skeptisch betrachteten die älteren Damen das neumodische Schminken. Dabei wurde das Gesicht eher hell geschminkt, die Augen schwarz umrahmt und die Lippen rot angemalt – schmaler aber höher. Damit begann auch der Siegeszug des Lippenstifts.

Mit freundlicher Genehmigung vom Haus des Dokumentarfilms Stuttgart

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