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Hintergrundbild Epoche

Expressionismus in der Architektur


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Das Chilehaus in Hamburg, erbaut 1922-1924, Architekt: Fritz Höger.
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Die Böttcherstraße in Bremen, von Bernhard Hoetger gestaltet (1922-1931).
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Großes Schauspielhaus in Berlin, Lichtsäulen im Foyer, entworfen von Hans Poelzig, Aufnahme um 1920

Der Expressionismus begann sich in der Architektur nach dem Ersten Weltkrieg, also ab etwa 1918 durchzusetzen – zu einer Zeit, als er in Kunst und Literatur schon wieder nachließ. Es gab einige Architekten, die zunächst expressionistische Bauten schufen, dann aber zur Neuen Sachlichkeit wechselten, zum Beispiel auch der Bauhausgründer Walter Gropius. Auch Hans Poelzig oder Hans Scharoun bauten erst expressionistisch, später sachlich. Bekannte Architekten des Expressionismus waren auch Erich Mendelsohn und Bernhard Hoetger.

Zackig

Typisch für expressionistische Bauten sind runde und gezackte Formen. Während die Neue Sachlichkeit Ornamente ablehnte, wurden sie im Expressionismus gerne verwendet, und zwar zum einen in kantigen, spitzen Elementen, zum anderen in Skulpturen, die die Fassaden gestalteten.

Backstein

Gebaut wurde vor allem mit Backsteinen (zum Beispiel auf dem Foto das Chilehaus in Hamburg). Backsteine nennt man auch Ziegel, sie werden aus Ton gebrannt. Brennt man sie bei besonders hohen Temperaturen, heißen sie Klinker. Diese wurden üblicherweise verwendet, weil sie besonders haltbar waren.

Dennoch spricht man meist vom Backstein-Expressionismus. Vor allem in Norddeutschland und im Ruhrgebiet entstanden solche Bauten in ihrem typischen Rot. Durch die unterschiedliche Setzung der Steine konnte man Muster erzielen, zum Beispiel indem man horizontale Reihen von Backsteinen abwechselnd vor und zurück mauerte.

Reliefs

Gerne eingesetzt wurden Reliefs als Teil der Inneneinrichtung. Überhaupt wurde auch der Innenarchitektur große Aufmerksamkeit zuteil. Ein schönes Beispiel ist das Große Schauspielhaus in Berlin, dessen Innenräume Hans Poelzig 1919 gestalten ließ.


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