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Hintergrundbild Epoche

Fotomontage und Fotocollage


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Eine Besucherin betrachtet Hannah Höchs Bild "Die Journalistin" in einer Ausstellung. Die Collage stammt aus dem Jahr 1925.

Bei einer Fotomontage werden mindestens zwei Fotos oder Teile von ihnen zu einem neuen Bild zusammengefügt. Heute passiert das meist digital. Eine besondere Art der Fotomontage ist die Fotocollage, bei der die Ausgangsbilder deutlich zu erkennen sind, die Schnittlinien also nicht wegretuschiert werden. Erfunden und entwickelt wurde diese Technik etwa 1916 im Dadaismus.

Wer war der Erste?

Mehrere Künstler nehmen für sich in Anspruch, die Technik der Fotomontage entwickelt zu haben. Zu ihnen gehören Raoul Hausmann und Hannah Höch. Auch George Grosz probierte sich an dieser Technik. Der bekannteste Fotomontage-Künstler aber ist wohl John Heartfield. In jedem Fall experimentierten alle vier mit dieser Technik und können als ihre Pioniere gelten.

Ein wildes Durcheinander

Raoul Hausmann und Hannah Höch waren beruflich und privat von 1917 bis 1922 ein Paar. Beide schufen Fotocollagen, in denen sehr viele Bildelemente miteinander kombiniert wurden. Dadurch war die Aussage nicht immer klar, der Betrachter sah ein recht wildes Durcheinander von Fotos und Zeitungsausschnitten, dazu auch Schrift. Gerade das machte aber auch den Reiz aus. Was steckte dahinter, was wollte der Künstler sagen? Vielfach steckte Gesellschaftskritik hinter den Collagen. Hannah Höch kritisierte zum Beispiel immer wieder die aufstrebende Schönheitsindustrie oder Rassendiskriminierung.

John Heartfield und die politische Collage

Deutlicher in der Aussage sind John Heartfields politische Fotomontagen. 1924 veröffentlichte er "Väter und Söhne", eine Kritik am Ersten Weltkrieg, der seine Kinder verschlungen hat. 1932 übt er deutlich Kritik an Hitler in "Millionen stehen hinter mir" und "Adolf, der Supermann". Einmal hält Hitler die Hand auf, um Geld in Empfang zu nehmen; einmal schlägt in Hitlers Brust ein Hakenkreuz und er hat Gold verschluckt.



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