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Hintergrundbild Epoche

Was ist die Neue Sachlichkeit?


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"Stilleben mit Katze" von Georg Schrimpf (1923)
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Dampfkessel mit Fledermaus von Carl Grossberg (1928)

Als Neue Sachlichkeit bezeichnet man eine Kunstströmung zur Zeit der Weimarer Republik. Sie grenzte sich insbesondere vom Expressionismus ab. Es wurde wieder realistischer gemalt. Traditionelle Techniken und Malweisen wurden wieder aufgegriffen. Kühl und nüchtern sollte die Wirklichkeit abgebildet werden. Gerne gemalt wurden Stillleben und Porträts.

Die Veristen

Viele Künstler, die der Neuen Sachlichkeit zugerechnet werden, befassten sich mit dem Erlebnis des Ersten Weltkriegs und den nachfolgenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Problemen. Sie waren politisch engagiert, meist in sozialistischen oder kommunistischen Parteien tätig. Themen waren die Großstadt, die vielfach als alles verschlingendes Monster dargestellt wurde, und die Probleme der Gesellschaft, vor allem die Klassenunterschiede. Ihre Darstellungen waren häufig provokant bis grotesk. Typische Vertreter dieser auch "Verismus" genannten Richtung sind Otto Dix und George Grosz.

Sehnsucht nach Idylle

Eine zweite Gruppe von Künstlern war weniger politisch interessiert, malte aber im gleichen Stil. Zu ihnen gehören Alexander Kanoldt und Georg Schrimpf. Im Gegensatz zu den politisch engagierten "Veristen"  malten die Vertreter dieser Richtung klassizistisch-idealisierend. Ihre Bilder zeugen von der Sehnsucht nach Idylle.

Magischer Realismus

Ebenfalls der Neuen Sachlichkeit zugerechnet wird eine Stilrichtung, die auch Magischer Realismus genannt wird. Sie bildete eine Brücke zum Surrealismus. Franz Radziwill ist ihr bekanntester Vertreter, andere sind Carl Grossberg und Herbert Böttger. Im Magischen Realismus verschmilzt die Wirklichkeit (das Reale) mit einer magischen Realität aus dem Traum zu einer dritten Wirklichkeit.


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