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Hintergrundbild Epoche

Was liest das Volk?


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"Durchs wilde Kurdistan" von Karl May

Der Anspruch der Autoren, für die breite Öffentlichkeit zu schreiben, kam durchaus an. Bücher wie Erich Maria Remarques "Im Westen nichts Neues" von 1928 wurden große Erfolge. Vor allem ehemalige Soldaten erkannten sich in der Thematik des Ersten Weltkrieges selbst wieder. Doch das Volk liebte auch andere Art von Literatur.

Liebesromane

Es gab viele Leser, die eher seichte Kost bevorzugten. Die Liebesgeschichten einer Hedwig Courths-Mahler, die schon vor dem Krieg zu einer beliebten Schriftstellerin geworden war, wurden vielfach verkauft. In der Zeit der Weimarer Republik steigerte sie das Tempo ihrer Veröffentlichungen sogar noch. Allein 1920 veröffentlichte sie 14 Romane! Titel waren zum Beispiel "Die schöne Unbekannte" (1918) oder "Rote Rosen" (1919).

Heimatromane

Ebenfalls beliebt waren Heimatromane. Die heile Welt des Dorfes und der Natur wurde heraufbeschworen und stand somit in krassem Gegensatz zu der Kriegs- und Großstadtthematik der anderen Autoren. Ebenfalls schon in der Kaiserzeit beliebt waren etwa die Romane von Ludwig Ganghofer, dessen letztes Werk 1920 erschien. Was für Ganghofer die bayerischen Berge, war für Hermann Löns die Heide. Tier- und Jagdgeschichten gehören genauso zu seinem Werk wie Landschaftsschilderungen.

Abenteuer- und Wildwestromane

Sich hineinträumen in ferne Länder und wilde Abenteuer – das konnte man in Abenteuer- und Wildwestromanen. Karl May war zwar schon 1912 gestorben, doch seine Helden Old Shatterhand, Kara Ben Nemsi und natürlich Winnetou erfreuten sich nach wie vor größter Beliebtheit, insbesondere unter Jungen.

Groschenromane

Viele Romane wurden billig als Heftromane produziert. Sie kosteten nur einen oder ein paar Groschen. Es gab viele Heftreihen, die regelmäßig erschienen.



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