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Hintergrundbild Epoche

Klassische Musik: Die Neue Musik wird geboren


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Arnold Schönberg auf einem Gemälde von Richard Gerstl (Ausschnitt).
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Igor Strawinsky
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Paul Hindemith 1926

Auch in der ernsten Musik zog die Moderne ein! Traditionelle musikalische Strukturen wurden gebrochen. Das spätromantische Schaffen der Jahrhundertwende wurde abgelöst von Neoklassizismus und Zwölftonmusik. Man spricht von der "Neuen Musik". Sie setzte um die Jahrhundertwende ein und entfaltete sich besonders stark nach dem Ersten Weltkrieg.

Zwölftonmusik von Arnold Schönberg

Die Zwölftonmusik wurde von dem Wiener Komponisten Arnold Schönberg (1874-1951) erfunden. Er hatte schon 1908 ein erstes atonales Streichquartett komponiert, dessen Uraufführung in Wien zum Skandal wurde. 1920 entwickelte er die Zwölftontechnik. Dabei sind zwölf Töne nur aufeinander bezogen. Kein Ton darf erscheinen, ehe nicht alle anderen erschienen sind. So wurde in der neuen atonalen Musik eine Ordnung vorgegeben. Schönberg nannte seine Methode auch die "Methode des Komponierens mit zwölf nur aufeinander bezogenen Tönen".

Neoklassizismus von Igor Strawinsky

Ganz anders stellt sich die Musik von Igor Strawinsky (1882-1971) dar. Strawinsky war gebürtig aus Russland, lebte aber seit 1920 vorwiegend in Frankreich. Er arbeitete in seinen Kompositionen nach einer tonalen Reihentechnik. Er sah Musik als ein Weltordnungsprinzip. Dass Musik etwas ausdrücken kann, verneinte er und sagte: Musik kann nur sich selbst ausdrücken. Seine Kompositionen zählen zu den Werken des Neoklassizismus, deren Strömung in ganz Europa ab 1920 einsetzt. Klarheit und Einfachheit waren ihre Ziele, die Musik war tonal und linear.

Paul Hindemith

Hindemith (1895-1963) war ein Gegner der Zwölftonmusik. Er stellte wie Strawinsky die Tonalität in den Mittelpunkt. Die Komposition sollte ein geschlossenes System bilden. So wurde er zu einem Komponisten des Neoklassizismus. Er setzte sich für "Gebrauchsmusik" ein, d. h. Musik, die sich den Gegebenheiten anpasst und nicht umgekehrt. Im Amar-Quartett trat er u. a. mit seinem Bruder Rudolf auf. Das Streichquartett führte zahlreiche Stücke der Neuen Musik auf.


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