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Hintergrundbild Epoche

Tanzbegeisterung - Charleston!


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Im Garten des Berliner Hotels "Esplanada" spielt zum 5 Uhr-Tee eine Jazzband.
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Die Tangotänzer Benito Bianquet und Carmen Calderón
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Die Verdrehungen der Knie waren Anlass für Spottkarten, auf denen man sich Gedanken um das körperliche Wohl der Tänzer machte...

Während des Krieges herrschte ein allgemeines Tanzverbot. Grund, um fröhlich zu sein, gab es ja auch wahrlich nicht. Als dann Silvester 1918 das Tanzverbot fiel, wollten viele Menschen das Leben auch wieder genießen. Das Berliner Tageblatt berichtet Neujahr 1919 dann auch: "Wie ein Rudel hungriger Wölfe stürzt sich das Volk auf die lang entbehrte Lust. Noch nie ist so viel, so rasend getanzt worden." Die Tanzbegeisterung blieb!

Welche Tänze tanzte man?

In den Städten, allen voran in Berlin, entstanden Tanzbars, auf dem Land traf man sich in Vereinslokalen. Neben Tango und Walzer waren es vor allem die "wilden" Tänze aus Amerika, die auch in Deutschland populär wurden. Dazu gehörte neben dem Charleston der Shimmy, bei dem auf der Stelle tanzend Hüften und Po wild geschüttelt wurden. Beim Black Bottom musste das Becken vor- und zurückgeschwungen werden.

Der Tango

Der Tango hatte seinen Siegeszug durch Europa schon vor dem Ersten Weltkrieg angetreten. Kaiser Wilhelm versuchte zwar 1913, die Ausbreitung des Tanzes zu stoppen, indem er für seine Offiziere ein Tangoverbot erließ - schließlich war der Tanz anrüchig und wild, man tanzte eng und die Frauen trugen freizügige Kleider. Doch der Tango ließ sich nicht mehr aufhalten. Für eine Unterbrechung sorgte zwar der Erste Weltkrieg, doch nach dessen Ende wurde der Tango einer der beliebten Tänze in Deutschland.

Charleston

Noch beliebter als der Tango war freilich der Charleston. Er gilt bis heute als der typische Tanz der Goldenen Zwanziger Jahre. In Amerika entwickelte er sich rasch zum Modetanz, nachdem im Broadway-Musical die Tanzmusik "The Charleston" auf die Bühne gebracht worden war. Von den USA aus schwappte die Mode schnell nach Europa über. Vor allem die amerikanische Tänzerin Josephine Baker machte ihn populär, als sie ihn zunächst in Paris und dann in Berlin auf der Bühne zeigte.

Wie tanzt man Charleston?

Der Charleston ist ein extrem schneller Tanz. Er kann alleine oder als Paar getanzt werden. Abwechselnd werden die Beine in die X- und die O-Stellung gebracht, indem die Knie nach außen bzw. innen gedreht werden. Mit den Armen wurde gerudert oder man streckte sie auch mal nach oben. Die Frauen tanzten in kurzen Kleidern aus hauchdünnem Stoff.

Hier kannst du den Grundschritt vom Charleston lernen: 

Unser Dank geht an Danny Morgenstern und die Tanzschule Hoffmann in Braunschweig!

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