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Hintergrundbild Epoche

Das expressionistische Theater


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Aufführung Max Reinhardts von Hasenclevers Antikriegs-Drama "Antigone", Großes Schauspielhaus, Berlin, April 1920.
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Fritz Kortner als Kriegsheimkehrer Friedrich in Ernst Tollers Stück "Die Wandlung", 30. September 1919

Die ersten Jahre nach dem Ersten Weltkrieg wurden noch expressionistisch geprägte Stücke aufgeführt. Manche entstanden vor oder während des Krieges, einige auch noch danach.

Stücke

Zu den aufgeführten Stücken gehörten die Dramen von Ernst Toller, Walter Hasenclever oder Georg Kaiser. Massenelend und Hunger werden hier zum Thema – das, was die Menschen nach dem Krieg beschäftigte.

Von Ernst Toller stammen zum Beispiel die Stücke "Die Wandlung" (1919),  "Masse Mensch" (1920) und "Die Maschinenstürmer" (1922). Georg Kaiser schrieb "Von morgens bis mitternachts" (1912) und "Gas" (1918). Walter Hasenclever dichtete 1917 das antike Stück "Antigone" zu einem Anti-Kriegs-Drama um.

Das expressionistische Drama

Typisch für diese Stücke ist, dass sie nicht dem klassischen Aufbau in Akten und Szenen folgen, sondern eine Reihung einzelner Stationen oder Episoden bieten. Man spricht darum auch vom Stationendrama. Inhaltlich ging es oft um eine Wandlung.

Die Hauptfigur war häufig ein junger Mann, der einen Konflikt austrug – mit dem Vater, der Gesellschaft oder dem Schicksal. Die Personen wurden "typisiert", d. h. sie tragen keine individuellen Züge und oft auch keine Namen, es heißt nur "Vater", "Tochter" usw.

Ablösung

Die expressionistischen Dramen wurden um die Mitte der zwanziger Jahre abgelöst durch die Werke neu-sachlicher Autoren, zu denen vor allem Bert Brecht, aber auch Ferdinand Bruckner und Günther Weisenborn zählen. Auch Toller schrieb nun neu-sachliche Dramen, z. B. "Hurra, wir leben!" (1927).


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