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Hintergrundbild Epoche

Was sind Goldmark, Papiermark, Reichs- und Rentenmark?


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Eien Mark aus dem Kaiserreich.
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Zwei-Rentenpfennig-Stück von 1923.
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10-Reichsmark-Schein von 1924.

Ganz schön verwirrend, welche Währungen es zur Zeit der Weimarer Republik gab!

Die Mark

Die Mark war die Währung, die seit 1871 im Deutschen Kaiserreich gültig war.
Goldmark wird sie auch genannt, weil ihr Wert durch Gold gestützt war: So viel Geld in Umlauf war, so viel besaß der Staat auch in Gold.
Es gab übrigens auch Münzen zu 10 und 20 Mark. Geprägt wurde damals in Preußen (Münzzeichen A, B, C), Bayern (D), Sachsen (E), Württemberg (F), Baden (G), Hessen-Darmstadt (H) und Hamburg (J).

Heute gibt es übrigens noch fünf Münzprägestellen, die nach wie vor mit den Buchstaben von damals bezeichnet werden: Berlin (A), München (D), Stuttgart (F), Karlsruhe (G) und Hamburg (J). Findest du Münzen aus jeder Prägestelle in deinem Portemonnaie?

1914 wurde wegen des Ersten Weltkrieges der Goldstandard aufgelöst. Es begann eine Inflation, die sich bis 1923 zur Hyperinflation steigerte. Münzen wurden nun auch nicht mehr aus Edelmetallen wie Gold oder Silber hergestellt, sondern aus billigen Metallen wie Zink, Eisen oder Aluminium.

Die Papiermark

Mit der Inflation ab 1914 war das Geld immer weniger Wert. Ab 1919 galt die Papiermark als offizielles Zahlungsmittel. Der Name wurde erst später eingeführt, auf den Geldscheinen steht auch nur "Mark". Man wollte so unterscheiden zwischen der vor 1914 geltenden Goldmark und dem Inflationsgeld. Es gab nun Geldscheine von 100 Milliarden Mark. Wert waren sie trotzdem nichts!

Die Rentenmark

Gustav Stresemann führte als Reichskanzler am 20. November 1923 die Rentenmark ein. Durch diese Währungsreform fand die Hyperinflation endlich ein Ende. Eine Billion (!) der alten Papiermark war nun 1 Rentenmark. 12 Nullen wurden somit gestrichen.
Vor allem aber war die neue Währung wieder gedeckt. Der Gegenwert der Rentenmark bestand aus Rentenpapieren, daher stammt auch der Name Rentenmark.  Diese Rentenpapiere waren Wertpapiere über Grundstücke. Jeder Grundbesitzer musste 6 Prozent seines Grundeigentums an den Staat übertragen.
Mit der Einführung der Rentenmark war die Inflation gestoppt.

Die Reichsmark

Am 30. August 1924 wurde zusätzlich zur Rentenmark die Reichsmark eingeführt. Eigentlich sollte die Reichsmark die Rentenmark ganz ersetzen, doch tatsächlich geschah das nicht und beide Währungen gab es parallel bis 1948. Anders als die Rentenmark war die Reichsmark wieder klassisch durch den Staat gestützt, nämlich durch die Güter des Staates, also Kohle oder Gold. Beim Bezahlen machte es aber keinen Unterschied, ob man Renten- oder Reichsmark dabei hatte. Beide waren gleich viel wert und beide wurden sogar mit RM abgekürzt.
Erst mit der Währungsreform von 1948 verschwanden die Renten- und die Reichsmark.


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