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Hintergrundbild Epoche

Die Revolution und die Arbeiter


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Arbeiterfamilien lebten in den Städten oft in einem einzigen Raum.

Wie war die Lage 1918? Endlich wollte das Volk mitbestimmen! Denn obwohl es mit dem Reichstag ein Parlament gab, das in allgemeinen, gleichen und geheimen Wahlen von den Männern (Frauen hatten noch kein Wahlrecht) gewählt wurde, besaß es keine Macht. Die Politik bestimmten der Kaiser und sein Reichskanzler. Die Regierung war nur dem Kaiser Rechenschaft schuldig, nicht dem Parlament.

Deutschland - ein Industriestaat

Das Volk wollte auch deshalb endlich mitbestimmen, weil es ihm nicht gut ging. Das Deutsche Reich hatte sich von einem Agrarstaat (ein landwirtschaftlich geprägtes Land) zu einem Industriestaat gewandelt. Während die Menschen in früheren Jahrhunderten vor allem als Bauern gelebt und sich selbst versorgt hatten, war das in den stark wachsenden Städten nicht möglich. Die Arbeiter mussten dazu oft unter sehr harten Bedingungen schuften und erhielten dafür wenig Lohn. Wer arbeitslos wurde, stand womöglich bald ganz auf der Straße. Arbeitslosengeld wie heute gab es nicht.

Wohnungsnot

Um 1900 lebten in Berlin schon zwei Millionen Menschen. Alle brauchten Wohnraum und Lebensmittel. So entstanden die ersten "Mietskasernen", in denen die Arbeiterfamilien auf kleinstem Raum lebten. Manche zimmerten sich auch Bretterbuden am Stadtrand, andere lebten in feuchten und kühlen Kellerwohnungen.

Gegensätze

Auf der anderen Seite standen wenige, denen es gut ging. Das waren die, die an den vielen Fabriken verdienten: Fabrikbesitzer, Industrielle und Bankiers. Auch dem Adel ging es weiterhin gut. Die sozialen Gegensätze nahmen immer weiter zu.

Die Arbeiter schließen sich zusammen

Dass die zahlenmäßig so große Gruppe der Arbeiter den Herrschenden Sorgen bereitete, lässt sich also nachvollziehen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis sie sich zusammenschließen und Forderungen stellen würden. So kam es dann auch. Bismarck verbot im "Sozialistengesetz" von 1878 sozialistische und sozialdemokratische Organisationen, also auch die SPD. 1890 wurde das Gesetz aufgehoben. Trotz des Verbots hatten die Arbeiterparteien immer mehr Anhänger gewonnen. In der Novemberrevolution von 1918 entlud sich der angestaute Frust.


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