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Hintergrundbild Epoche

Was ist das Stinnes-Legien-Abkommen?


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Hugo Stinnes (links) und Carl Legien (rechts) schlossen ein Abkommen.

Am 15. November 1918 wurde ein Abkommen zwischen den Gewerkschaften und den Arbeitgebern der Industrie geschlossen.

Carl Legien für die Gewerkschaften

Carl Legien (1861-1920) unterzeichnete diese Übereinkunft für die Gewerkschaften. Er war einer der Gewerkschaftsführer. Die Gewerkschaften setzten den Acht-Stunden-Tag durch. Die Arbeitszeit pro Werktag (damals auch noch der Samstag!) wurde auf acht Stunden begrenzt. Dafür war jahrzehntelang von der Arbeiterschaft gekämpft worden. Üblich war bis dahin ein Zehn-Stunden-Tag.

Außerdem wurden die Gewerkschaften nun als Interessenvertretung der Arbeiter anerkannt und die Bildung von Arbeiterausschüssen wurde genehmigt. Diese entwickelten sich zu den Betriebsräten. Dafür machten sie der Industrie Zugeständnisse (wie: keine wilden Streiks mehr zu führen und die Produktion aufrecht zu erhalten), weil sie eine Räterepublik verhindern wollten, in der sie überflüssig geworden wären.

Stinnes und Siemens für die Industrie

Vertreter der Industrie waren Hugo Stinnes und Carl Friedrich von Siemens. Sie erhielten die Zusicherung, dass die Produktion in den Betrieben gesichert sei. Sie stimmten den Forderungen der Gewerkschaften zu, weil sie eine Enteignung fürchteten im Falle des Sieges der Revolution.

Das Abkommen war also ein Schritt gegen die revolutionären Bemühungen und gegen eine sozialistische Räterepublik.


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