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Hintergrundbild Epoche

DDP – Deutsche Demokratische Partei


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Friedrich Naumann, Vorsitzender der DDP
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Papierfähnchen aus dem Wahlkampf der DDP bei der Wahl zur Berliner Stadtverordnetenversammlung 1929

Die DDP war eine linksliberale Partei und stand somit am linken Rand der liberalen Parteien, während  die DVP als rechtsliberal gilt. Der Liberalismus setzt sich allgemein für die Rechte des Bürgers ein. Der Bürger soll "frei" sein, vom Staat soll keine Gewalt auf ihn ausgeübt werden (liber = frei). Der Staat soll sich nicht einmischen und nicht eingreifen, es sei denn, die Freiheit des Einzelnen würde verletzt werden. Verbunden ist diese Anschauung beim Linksliberalismus mit dem Ziel, gesellschaftliche Ungleichheiten auszugleichen. Der Liberalismus wird also hier mit einer eher linken Politik verbunden.

Gründung

Die DDP wurde 1918 gegründet, und zwar vor allem von Anhängern der linksliberalen Fortschrittlichen Volkspartei, die damit in der DDP aufging. Nationalliberale, die die Annexionspolitik des Kaisers fortgesetzt sehen wollten, sollten in der DDP keine Heimat finden. So wurde auch Gustav Stresemann zurückgewiesen, was schließlich zur Gründung der rechtsliberalen DVP führte (auch wenn Stresemann später als Außenminister keine solche Annexionspolitik mehr unterstützte).

Stütze der Republik

Die DDP stand voll hinter der Weimarer Verfassung und trug somit die neue Republik maßgeblich mit. Während die Anhänger und Mitglieder der SPD vor allem aus der Arbeiterschaft kamen, wurde die DDP vom Bildungsbürgertum getragen, z. B. von Lehrern und Anwälten, aber auch von Beamten und Industriellen.

Regierungsbeteiligung

Die DDP gehörte von 1919 bis 1930 fast durchgehend zu den regierenden Parteien. Zusammen mit der SPD und dem Zentrum bildete sie die Weimarer Koalition. Sie verlor jedoch zunehmend an Zustimmung in der Bevölkerung. Erzielte sie bei den Wahlen zur Nationalversammlung 1919 noch 18,5 Prozent, blieben ihr im Juni 1920 nur noch 8 Prozent, bis 1932 nahm der Wert auf 1 Prozent ab, womit sie bedeutungslos wurde.

Ende der DDP

Nicht geholfen hatte der Zusammenschluss mit der Volksnationalen Reichsvereinigung zur "Deutschen Staatspartei" (DStP) 1930. Die nationalistischen und antisemitischen Volksnationalen, die aufgrund ihrer Auffassung gar nicht zur DDP passten, verließen die Partei zwar bald wieder, doch der Name der Deutschen Staatspartei blieb, bis die Partei 1933 von den Nationalsozialisten wie alle anderen Parteien auch, verboten und aufgelöst wurde.


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