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Hintergrundbild Epoche

SPD – Sozialdemokratische Partei Deutschlands


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Am 1. Mai 1930 nimmt auch die SPD-Jugend am Demonstrationszug im Berliner Lustgarten teil.
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Wahlplakat 1928

Die SPD besaß 1929 etwas mehr als eine Million Mitglieder. Vor allem Arbeiter wählten sie. Sie stand links, stützte aber die Republik und die Demokratie. Der Parteiflügel, der dazu nicht stand, sondern eine Rätedemokratie wollte, spaltete sich 1917 als USPD ab. Wichtige Politiker der Weimarer Republik kamen aus den Reihen der SPD, zum Beispiel der erste Reichspräsident Friedrich Ebert oder die Kanzler Philipp Scheidemann, Gustav Bauer und Hermann Müller.

Regierungsbeteiligung

In der Weimarer Koalition war die SPD nach den Wahlen zur Nationalversammlung und in den Kabinetten unter Reichskanzler Wirth an der Regierung beteiligt. Häufiger jedoch war sie nicht direkt in der Regierung, tolerierte diese aber - das heißt bei Abstimmungen stimmte sie für die Vorschläge der Regierung und nicht gegen diese.

Lage in Preußen

Anders sah es in Preußen aus, dem größten Land im Deutschen Reich. Hier stellte die SPD von 1920 bis 1932 mit Otto Braun fast durchgängig den Ministerpräsidenten. Erst der Preußenschlag beendete dies.
Bei der Wahl zur Nationalversammlung 1919 erhielt die SPD 37,9 Prozent der Stimmen und war somit die stärkste Fraktion. Dies blieb sie auch in den folgenden Wahlen, jedoch mit weit weniger Stimmen (20,6 Prozent bis maximal 29,8 Prozent 1928). Ab 1932 übernahm die NSDAP diese Position, die SPD blieb jeweils mit rund 20 Prozent zweitstärkste Partei.

Verbot

Die SPD war die einzige Partei im Reichstag, die das Ermächtigungsgesetz ablehnte. Daraufhin wurde sie, wie schon vorher die KPD, ebenfalls verboten.


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