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Hintergrundbild Epoche

Palästina unter Völkerbundmandat


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Palästina unter Völkerbundmandat
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Jüdische Einwanderer nach Palästina 1930
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Nach der Teilung

Großbritannien erhält das Völkerbundmandat für Palästina

Theodor Herzl hatte Ende des 19. Jahrhunderts den Grundstein gelegt für eine mögliche Gründung eines jüdischen Staates auf dem Gebiet Palästinas. Man nennt diese Bewegung auch Zionismus. Palästina gehörte zu dem Zeitpunkt noch zum Osmanischen Reich. Dieses wurde mit dem Ende des Ersten Weltkrieges zerschlagen und Palästina wurde dem Völkerbund unterstellt (siehe dazu: Das Ende des Osmanischen Reichs).

Der Völkerbund übergab die Verwaltung Großbritannien (Völkerbundmandat 1920). Das Mandatsgebiet umfasste dabei das Gebiet der heutigen Staaten Israel und Jordanien (siehe Karte). Großbritannien hatte seine Unterstützung beim Aufbau einer "nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina" schon 1917 zugesichert (Balfour-Deklaration vom 1. 11. 1917). Das Mandat blieb bestehen bis zur Unabhängigkeit Israels 1948.

Erste Einwanderungswellen und Kibbuz-Gründungen

Zwei erste große Wellen jüdischer Einwanderer hatte es 1882 bis 1902 sowie 1903 bis 1914 gegeben. Es kamen vor allem Flüchtlinge aus Russland und Osteuropa, wo die Juden politisch und religiös unterdrückt wurden. Viele Einwanderer kamen mit sozialistischen Ideen und erhofften sich eine klassenlose Gesellschaft.

Ihre Vorstellungen setzten sie in den Kibbuz um, ländlichen Siedlungen mit gemeinsamem Eigentum. Alle Entscheidungen werden im Kibbuz gemeinsam getroffen. 1910 wurde der erste Kibbuz gegründet, 1920 gab es 12, 1940 dann 82.

Dritte und vierte Alija

Solche Masseneinwanderungen jüdischer Siedler nach Palästina nennt man auch Alija. Die dritte Alija fand zwischen 1919 und 1923 statt. Etwa 35.000 Menschen kamen erneut vor allem aus Russland. Dadurch erhielten die Hoffnungen auf einen eigenen jüdischen Staat neue Hoffnung. Zwischen 1924 und 1931 (vierte Alija) kamen etwa 80.000 Menschen aus Polen und der Sowjetunion.

Teilung des Mandatsgebietes

1923 wurde das Mandatsgebiet geteilt in Palästina im Westen und Transjordanien (der heutige Staat Jordanien) im Osten (siehe Karte). Der Fluss Jordan bildete die Grenze. Für die jüdische Heimstätte war  Palästina vorgesehen

Nahostkonflikt

Die auf dem Gebiet Palästinas lebenden Araber waren gegen die Zuwanderung jüdischer Siedler. Es kam zu Konflikten zwischen den Einwanderern und den ansässigen Arabern, zum Beispiel um Land. Es kam auch zu Ausschreitungen gegenüber den Juden. So wurden 1929 in der Stadt Hebron 67 jüdische Bürger ermordet (Massaker von Hebron). Daraus entstand der bis heute schwelende Nahostkonflikt.


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