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Hintergrundbild Epoche

Was ist los in Amerika?


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Die amerikanische Schauspielerin Joan Crawford in typischem Flapper-Look.
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Ein Ford Model T: Zwischen 1908 und 1927 wurden in den USA 15 Millionen Stück gebaut.
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Die Wirtschaftskrise stürzt viele Familien in große Not.
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Zurück nach Europa: Aufständische warten 1920 auf Ellis Island auf das Schiff, das sie zurück bringt in die alte Heimat.
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Telefonistinnen 1927

Die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen war in den Vereinigten Staaten von Amerika geprägt von den Goldenen Zwanzigern einerseits und der Weltwirtschaftskrise andererseits. Während der Aufschwung in Europa ab 1924 einsetzte, kam er in Amerika schon 1922. Die  wirtschaftliche Talfahrt setzte 1929 ein. Große Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben hatten das Alkoholverbot (Prohibition) und die "Rote Angst".

Roaring Twenties: die Goldenen Zwanziger der USA

Die Wirtschaft blühte und mit ihr Kunst und Kultur. Jazz wurde zur beliebtesten Musikrichtung, man tanzte Charleston, Lindy Hop und Shimmy. Hollywoods Filmindustrie setzte Maßstäbe und der Tonfilm kam in die Kinos. Beliebt waren auch die ersten Zeichentrickfilme, etwa von "Felix the Cat" und natürlich Micky Maus. Junge Frauen schminkten sich, trugen die Haare kurz und rauchten in der Öffentlichkeit. Sie wurden herablassend "Flapper" genannt. Dennoch ahmten auch die älteren Damen die neue Mode schließlich nach, wenn auch in gemäßigter Form.

Wirtschaftsblüte

Vor allem die Autoindustrie war erfolgreich. Das Automobil wurde für die Mittelklasse erschwinglich. Jeder fünfte Amerikaner besaß 1929 ein Auto – in der Bundesrepublik war das erst 1965 der Fall! Das Radio wurde zum ersten Massenmedium und mit ihm boomte die Radiowerbung. Die Menschen strömten in die Kinos.

Die Elektrifizierung, also die Versorgung mit elektrischem Strom, schritt genauso voran wie das Verlegen neuer Telefonleitungen und die Kanalisation. Das Wachstum der Städte schritt rasant voran. Wolkenkratzer schossen in die Höhe, typische Beispiele sind das 1930 fertig gestellte Chrysler Building und das Empire State Building von 1931, beide in New York.

Great Depression – die Wirtschaftskrise nach dem Börsenkrach

Die Wirtschaftskrise wurde ausgelöst, weil viele Amerikaner sich von den Banken Geld geliehen hatten. Sie kauften sich nicht nur Autos oder Häuser mit dem geliehenen Geld, sondern auch Aktien, mit denen man angeblich ganz schnell reich werden konnte.

Als die Aktienkurse 1929 völlig einbrachen, konnten sie ihre Kredite nicht zurückzahlen. Viele Menschen wurden arbeitslos, die Industrie brach ein (mehr dazu hier). 1932 wurde Franklin D. Roosevelt neuer Präsident. Ihm traute man zu, die Krise zu meistern. Mit seiner Politik des New Deal setzte er zahlreiche Wirtschaftsreformen durch.

Die Rote Angst

Seit 1919 ging in Amerika die "Rote Angst" um. Damit bezeichnet man eine Phase der Angst vor dem Kommunismus im Nachhall der russischen Oktoberrevolution von 1917. Als 1919 die Kommunistische Partei in den USA (KPUSA) gegründet wurde und andere linke Parteien wie die Sozialistische Partei (SPA) erstarkten, fürchteten sich konservative Politiker vor einem kommunistischen Umschwung.

Nachdem einige gewaltbereite Einwanderer im Juni 1919 einen Umsturz versuchten und Bombenanschläge durchführten, kam es zu einer großen Verhaftungswelle. Die Ausländer unter den 10.000 Verhafteten wurden gleich per Schiff nach Europa zurückgeschickt. Verantwortlich für die massiven Verfolgungen war Generalbundesanwalt Palmer.

Nachdem dieser für den 1. Mai 1920 die kommunistische Revolution vorhergesagt hatte, diese dann aber ausblieb, verlor er an Glaubwürdigkeit. Auch gab es Proteste gegen die Verletzung der Bürgerrechte. So verebbte die Rote Angst.
Zu einer zweiten solchen Phase kam es nach dem Zweiten Weltkrieg (1947-1957, McCarthy-Ära).

Frauen in Amerika

1920 erhielten die Frauen in den Vereinigten Staaten  landesweit das Wahlrecht. In elf der amerikanischen Bundesstaaten hatten sie schon seit der Jahrhundertwende das Recht zu wählen, doch landesweit wurde es erst jetzt in die Verfassung aufgenommen.

Mehr und mehr Frauen begannen in den 1920er Jahren zu arbeiten, insbesondere als Sekretärinnen und Telefonistinnen. Diese mussten Telefongespräche in einer Zentrale per Hand vermitteln, man konnte also noch nicht direkt zum gewünschten Gesprächsteilnehmer durchwählen.


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