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Hintergrundbild Epoche

Was ist los in Südamerika?


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Staatsstreich in Argentinien 1930
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Santiago de Chile, die Hauptstadt Chiles, 1929

Wechselhaft

Die innenpolitische Lage war in den meisten Ländern Südamerikas sehr instabil. Wenige Großgrundbesitzer herrschten über das Volk. Regierungen kamen per Wahlbetrug an die Macht, andere per Militärputsch. In Argentinien bezeichnet man die 1930er Jahre gar als "berüchtigtes Jahrzehnt", weil die Regierungen dieser Zeit nur durch Wahlbetrug an die Herrschaft gelangten.

In Ecuador wechselten die Regierungen im Schnitt sogar nach kaum mehr als einem Jahr. In Venezuela herrschte der Diktator Juan Vicente Gómez hingegen 27 Jahre (1908-1935). Besonders fortschrittlich war Uruguay, das z. B. schon eine Schulpflicht und die Pressefreiheit eingeführt hatte. In Uruguay fand außerdem 1930 die erste Fußball-Weltmeisterschaft statt.

Grenzstreitigkeiten

Untereinander kam es noch immer zu Grenzstreitigkeiten unter einigen Ländern, etwa zwischen Kolumbien und Peru. 1932 bis 1934 führten die beiden Länder Krieg um den Amazonashafen Leticia. Paraguay und Bolivien kämpften bis 1935 um das Gebiet des Gran Chaco, wo man Öl gefunden hatte. Peru und Chile einigten sich 1929 auf eine Aufteilung der Provinzen Tacna und Arica.

Wirtschaft

Die Weltwirtschaftskrise traf auch die südamerikanischen Staaten hart. Sie exportierten vor allem Rohstoffe nach Europa. Nun fielen die Preise, zum Beispiel für Kupfer und Salpeter, die Chile ins Ausland verkaufte. Salpeter benötigte man z. B. für die Herstellung von Dünger und Sprengstoffen.

In Ecuador brach der Handel mit Kakao ein, in Brasilien der des Kaffees. Wolle, Silber und Zucker waren weitere Exportgüter der Südamerikaner, die nun weit weniger Geld erzielten. So konnten nun aber auch weniger Waren aus Europa importiert werden. Vermehrt ging man als Folge davon in den Jahren und Jahrzehnten danach dazu über, diese Waren nun selber herzustellen.


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