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Hintergrundbild Epoche

Das Ende des Osmanischen Reiches und die Gründung der Türkei


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Durch den Vertrag von Sèvres verlor das Osmanische Reich einen Großteil seines Territoriums.
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Türkische Offiziere bei einer Schlacht gegen Griechenland 1921
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Mustafa Kemal Atatürk

Der Vertrag von Sèvres

Das Osmanische Reich war im Ersten Weltkrieg mit dem Deutschen Reich verbündet und gehörte somit zu den Verlierern des Krieges. Der Vertrag von Sèvres (siehe: Pariser Vorortverträge) erlegte dem Reich harte Bedingungen  auf. So sollte Armenien unabhängig werden und große Gebiete wurden besetzt. Mesopotamien (das spätere Königreich Irak) und Palästina wurden Großbritannien unterstellt, der Libanon und Syrien gingen an Frankreich sowie Thrakien und Smyrna in Kleinasien an Griechenland.

Widerstand: Der Türkische Befreiungskrieg (1919-1923)

Gegen die Besatzer regte sich Widerstand. Es begann der Türkische Befreiungskrieg. Dieser wurde angeführt von Mustafa Kemal, einem General. Seine Bewegung erhielt großen Zuspruch und bildete nach Wahlen und einer Nationalversammlung schließlich eine neue Regierung – parallel zur Regierung des noch amtierenden Sultans. Kemal und sein Anhänger erkannten den Vertrag von Sèvres nicht an.

Griechisch-Türkischer Krieg

Gleichzeitig begann 1919 der Griechisch-Türkische Krieg. Die Türken vertrieben bis 1922 die Griechen wieder aus den griechisch besetzten Gebieten in Kleinasien. Für die Griechen bedeutete das die "Kleinasiatische Katastrophe". Die Idee eines "Großgriechenlands" hatte sich damit zerschlagen. Ab 1922 kam es zu einem großen Bevölkerungsaustausch zwischen beiden Ländern, denn auch in Griechenland lebte mehr als eine Million türkischer Staatsangehörige.

Gründung der Republik Türkei

Der Vertrag von Sèvres wurde nach dem Sieg der Türken geändert. Die bis heute gültigen Staatsgrenzen wurden im neuen "Vertrag von Lausanne" im Juli 1923 anerkannt. Im Oktober 1923 rief Mustafa Kemal schließlich die Republik aus. Der Sultan und damit die Monarchie waren gestürzt. Kemal erhielt von der Regierung den Beinamen "Atatürk": Vater der Türken.

Reformen

Kemal  Atatürk  setzte bis zu seinem Tod 1938 zahlreiche tiefgreifende Reformen durch, die die Türkei in einen modernen Staat verwandeln sollte. Dazu gehörten: Verbot des Schleiers für die Frau, Einführung des Gregorianischen Kalenders statt islamischer Zeitrechnung, Einführung des metrischen Systems, Übernahme verschiedener Rechtssysteme aus anderen Ländern, Einführung des Frauenwahlrechts.



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