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Hintergrundbild Epoche

Großbritannien: Georg V., Labour Party und der Commonwealth


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König Georg V. regierte Großbritannien von 1910 bis 1936.
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Ramsay McDonald, der erste Premierminister aus der Labour-Partei.
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Die Flagge des Commonwealth of Nations.
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Arbeitslose in England versammeln sich 1930 vor einem Gewerkschaftshaus. Sie hoffen auf Arbeit.

King George V.

Georg V. war von 1910 bis 1936 König von Großbritannien. Während das Deutsche Reich also zur ersten Republik wurde, regierte in London der Cousin von Kaiser Wilhelm II. weiter. Die Stimmung im Land hatte sich während des Krieges gegen alles Deutsche gewandt und so benannte sich schließlich das Königshaus um: Das Haus Sachsen-Coburg-Gotha, dem die Monarchen seit Edward VII. angehörten, wurde 1917 zum Haus Windsor.

Irland wird unabhängig

Nach dem  Anglo-Irischen Krieg wurde Irland mit 26 seiner 32 Grafschaften 1921 unabhängig von Großbritannien. Die übrigen Grafschaften im Norden verblieben beim Mutterland. Georg V. war darum nun "König von Großbritannien und Nordirland". Offiziell wurde dieser Titel aber erst 1927.

Die Labour Partei erstarkt

Es gibt heute zwei große Parteien in England: Die Konservativen (Conservative Party) und die Arbeiterpartei (Labour Party). Diese war erst 1900 gegründet worden. Sie drängte die Liberalen zurück (Liberal Democrats), die bis heute die drittstärkste Partei in England geblieben ist.

1924 konnte die Labour Partei erstmals eine Regierung stellen, wenn auch als Minderheitenregierung unter Billigung der Liberalen. Premierminister wurde Ramsay MacDonald.  1929 bis 1931 stellte Labour erneut die Regierung. Als die Weltwirtschaftskrise sich immer weiter zuspitzte, kam es ab 1931 zu einer Allparteienregierung, bei der also alle Parteien des Parlaments an der Regierung beteiligt sind und es keine Opposition (Gegenspieler der Regierung) gibt. Mehrmals Premierminister in der Zeit zwischen 1923 und 1937 war der Konservative Stanley Baldwin.

Vom British Empire zum Commonwealth of Nations

1931 wurde das Statut von Westminster erlassen. Es sagte den Dominions die Unabhängigkeit zu. Die Dominions waren die ehemaligen britischen Kolonien, die aber schon länger eine eigene Verwaltung hatten, z. B. Kanada, Australien, Neuseeland, Südafrika und Neufundland. Neufundland? Ja, von 1919 bis 1934 war Neufundland der dritte Staat auf dem nordamerikanischen Kontinent. Heute gehört es zu Kanada.

Damit war ein wichtiger Schritt getan zur Auflösung des britischen Weltreichs (British Empire). Gemeinsam war den Staaten nur noch die "Treue zur Krone", also dem Monarchen Großbritanniens. Die Staaten wurden zu einem losen Verband souveräner, unabhängiger Staaten, dem Commonwealth of Nations. Indien blieb weiterhin Kolonie, doch die Unabhängigkeitsbestrebungen nahmen auch dort zu (siehe dazu: Salzmarsch Gandhis).

Gesellschaft und Wirtschaft

Das Wahlrecht für Frauen wurde 1928 eingeführt – zehn Jahre später als in Deutschland. Damit hatten die Suffragetten (Frauenrechtlerinnen, die das Frauenwahlrecht forderten) ihr wichtigstes Ziel erreicht.

Die Weltwirtschaftskrise traf auch Großbritannien. Man stritt heftig über den Kurs, die die Wirtschaft überhaupt nehmen sollte: mehr vom Staat gelenkt oder mit möglichst wenigen Eingriffen. Verfolgt wurde dann eher eine durch staatliche Planung gelenkte Wirtschaftspolitik (deren Theorie der Wirtschaftswissenschaftler John Maynard Keynes aufgestellt hatte).

Ihren Standort als die führende Industrienation verlor Großbritannien. So ging die Textilproduktion genauso zurück wie Kohleförderung und Schiffbau. Die in den USA aufgenommenen Kriegskredite belasteten die Wirtschaft zusätzlich.
Ein Streik der Bergarbeiter weitete sich 1926 zum Generalstreik aus. Dieser brach aber bald zusammen. Es wurde ein Streikverbot erlassen, das die Gewerkschaften erheblich schwächte.

Was noch so los war in Großbritannien und viele weitere Infos zum Land, erfährst du beim Klick.


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