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Hintergrundbild Epoche

Italien: Mussolini marschiert auf


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Italien 1919
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Mussolini bei einer Ansprache 1929

Auswirkungen des Ersten Weltkrieges

Italien hatte sich im Ersten Weltkrieg der Entente angeschlossen und gehörte somit zu den Siegermächten. Es erhielt durch die Pariser Vorortverträge mehrere Gebiete von Österreich, nämlich Julisch-Venetien (inklusive Istrien), Südtirol und das Trentino. Wie die anderen europäischen Staaten hatte auch Italien mit wirtschaftlicher Not und hohen Arbeitslosenzahlen zu kämpfen.

Zwei rote Jahre: 1919 und 1920

1919 und 1920 waren zwei Jahre, in denen sozialistische Revolutionäre vor allem in Norditalien Fabriken besetzten oder Streiks organisierten. Sie wollten eine Revolution nach dem Vorbild der russischen Oktoberrevolution 1917 durchsetzen. Diese zwei Jahre der großen Aktivität sozialistischer Revolutionäre nennt man auch Biennio rosso (italienisch biennio = 2 Jahre, rosso = rot).

Zwei schwarze Jahre: 1921 und 1922

Gegen diese Revolutionäre gründete Benito Mussolini einen Kampfbund, den "Fasci di Combattimento" (wörtlich: Kampfverbände , ausgesprochen: Faschi, von fascio = Bund, wiederum von lat. fasces, Rutenbündel und Machtsymbol im Römischen Reich). Die Mitglieder dieses Kampfbundes wurden wegen ihrer schwarzen Hemden auch Schwarzhemden genannt.

Mussolini hatte zunächst der Sozialistischen Partei Italiens angehört. Als er den Eintritt Italiens in den Krieg befürwortete, wurde er aus der Partei ausgeschlossen. Er wandte sich nach rechts und verfolgte nun nationalistische und totalitäre Ziele. Er gründete 1921 die National-Faschistische Partei PNF. Es folgten Straßenterror und die Besetzung mehrerer Städte durch die Schwarzhemden, woraufhin die Linke zum Generalstreik aufrief.

Mussolinis Marsch auf Rom und die Übernahme der Macht

Mussolini sah die Zeit gekommen, sich als "starker Mann" und Retter Italiens zu präsentieren. König Viktor Emanuel III. beauftragte Mussolini damit, eine neue Regierung zu bilden. Wirkungsvoll begann dieser mit 40.000 Mann einen Marsch nach Rom, wo er am 30. Oktober 1922 eintraf. Der König ernannte Mussolini zum neuen Ministerpräsidenten.

Ausbau der Macht

Vor allem ab 1925 baute Mussolini seine Macht immer weiter aus und errichtete eine totalitäre Diktatur, an dessen Spitze er als der Duce stand (ausgesprochen: Duutsche, deutsch: Führer). Andere Parteien als die PNF wurden verboten, Gegner wurden verfolgt, ein Polizeistaat aufgebaut.


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