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Hintergrundbild Epoche

Howard Carter entdeckt das Grabmal Tutanchamuns


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Howard Carter öffnet hier die Grabkammer.
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Howard Carter 1924
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Die goldene Maske

Der Name Tutanchamun löst bis heute einen ganz besonderen Zauber aus. Das Grab des ägyptischen Pharaos wurde 1922 von Howard Carter entdeckt.

Howard Carter

Carter war ein britischer Archäologe. Das Tal der Könige in Theben war bis 1920 schon weitgehend erforscht worden. Man hatte eine ganze Reihe von ägyptischen Königsgräbern gefunden. Diese waren fast alle schon von Grabräubern geplündert worden.

Carter selber hatte zwischen 1902 und 1904 mehrere Gräber freigelegt, zum Beispiel das der Hatschepsut. Seit 1917 arbeitete er wieder im Tal der Könige. Er war davon überzeugt, das Grab des Tutanchamun zu finden. Die Funde aber blieben dürftig. Der Geldgeber, der britische Lord Carnavon, stimmte zu, eine letzte Grabung zu finanzieren.

Der sensationelle Fund

Am 1. November 1922 begann man mit der nächsten Grabung, am 4. November stießen die Arbeiter am Grab von Ramses VI. auf eine steinerne Treppe, die hinabführte. Nachdem der Schutt von der Treppe weggeräumt war, fand man eine zugemauerte Tür. An ihr befanden sich unbeschädigte Siegel. Das bedeutete, dass dieses Grab offenbar noch nicht von Grabräubern geplündert worden war.

Nachdem Lord Carnavon angereist war und man für Strom und Personal gesorgt hatte, wurde am 16. Februar 1923 die eigentliche Grabkammer geöffnet. Die größte Sensation unter den mehr als 5000 Gegenständen, die man hier in den nächsten Jahren fand, war die goldene Totenmaske des Tutanchamun.

Ägyptomanie

Der Fund wurde sofort in sämtlichen Zeitungen veröffentlicht und löste geradezu eine Ägyptenbegeisterung aus. Mode und Schmuck wurden genauso nach ägyptischem Stil gefertigt wie Möbel und Frisuren. Filme wie "Die Mumie" (1932) entstanden. Das Interesse an der Archäologie allgemein, am Alten Ägypten und auch an anderen alten Kulturen wurde angeheizt. Auch die erstmalige Ausstellung der Büste der Nofretete, die man 1912 gefunden hatte, im Jahr 1924 trug zur Ägyptomanie bei.

Medienrummel

Der Medienrummel nach dem Grabfund war riesig. Viele Journalisten reisten ins Tal der Könige, um direkt vor Ort zu sein. Die Londoner "Times" erhielt noch 1923 einen Exklusiv-Vertrag, nach dem sie als erstes über alle Funde berichten durfte. Die benachteiligten Zeitungen waren dadurch schlecht gestimmt.

Der Fluch des Pharao

Lord Carnavon starb am 5. April 1923. Die Zeitungen brachten seinen Tod sogleich mit dem Fluch des Pharao in Verbindung. Demnach sollen diejenigen, die die Totenruhe des Pharaos stören, mit einem Fluch behaftet sein und sterben. So soll es angeblich auf einer Tontafel gestanden haben, die man im Grab des Tutanchamun gefunden hatte.

Die tatsächliche Existenz dieser Tontafel wird allerdings angezweifelt. Die Presse aber prägte nach dem Tod des Lords den Begriff vom Fluch des Pharao. Alle Personen, die irgendwie an der Ausgrabung beteiligt waren und in der folgenden Zeit starben, wurden zu Opfern des Fluches gemacht. Dass andere, wie Carter selber oder Lord Carnavons Tochter, die bei der Graböffnung anwesend war, noch viele Jahre lang lebten, spielte keine Rolle - der angebliche Fluch lebte weiter...


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