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Hintergrundbild Epoche

Wasserflugzeug und Flugboot


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Ein Wassersegelflugzeug 1931.
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Dornier Flugboot Delphin III (1928)
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Flugboot Do X am Bodensee (August 1930)
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Passagiere in der Do X (Oktober 1929)
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Flugboot Do X fliegt (Januar 1932)

Das Wasserflugzeug und noch mehr das Flugboot erlangten in den 1920er und 1930er Jahren einige Bedeutung.

Das Wasserflugzeug

Versuche, mit einem Flugzeug vom Wasser aus zu starten oder aber mit einem Flugzeug auf dem Wasser zu landen, hatte es seit 1901 schon einige gegeben. Endlich war man nun erfolgreich. In Deutschland wurde 1925 sogar eine Wasserfluglinie eröffnet. Von Altona bei Hamburg ging es entlang der Elbe nach Dresden.

Zwei Maschinen der Junkers F 13 waren dafür als Wasserflugzeuge ausgestattet worden. Die Strecke brachte aber nicht genug Geld ein. Sobald auf der Elbe Eis lag, konnten die Flugzeuge außerdem nicht mehr starten und landen. So wurde diese Linie schon nach einem Jahr wieder aufgegeben. Eine andere Linie zwischen Köln, Duisburg und Rotterdam wurde 1926 bis 1928 mit Wasserflugzeugen bedient.

Einige Bedeutung hatten Wasserflugzeuge bis in die 1930er Jahre für Flüge zwischen Europa und Amerika. Auf den Azoren, einer Inselgruppe mitten im Atlantik, konnten die Flieger einen Zwischenstopp einlegen und auftanken.

Das Flugboot

Im Gegensatz zum Wasserflugzeug besitzt das Flugboot einen Rumpf, der schwimmen kann. Der Rumpf ist darum wie bei einem Boot geformt. Das Flugboot liegt dann auch mit dem Rumpf im Wasser und steht nicht auf "Schwimmern". Der Vorteil gegenüber einem Flugzeug mit Fahrgestell ist, dass das Flugboot keinen eigenen Flugplatz zum Starten und Landen braucht, sondern eben nur eine Wasserfläche.

Lange Strecken lassen sich mit Zwischenstopps auf dem Wasser leicht überwinden. So kam es ab Ende der 1920er Jahre zu einem Konkurrenzkampf zwischen Land- und Wasserflugzeugen, den die Firmen Junkers und Dornier austrugen. Hugo Junkers und Claude Dornier zählen jedoch beide zu den Wegbereitern des Metallflugzeugbaus.

Flugboote von Dornier

Die Firma Dornier wurde 1922 in Friedrichshafen gegründet und gehörte ursprünglich zu den Zeppelinwerken. Der Ingenieur Claude Dornier war nämlich seit 1910 Mitarbeiter von Graf Zeppelin. Sein Vater war Franzose, seine Mutter eine Deutsche.

Typisch für die "Flugbootfamilie" von Dornier wurden die über der Tragfläche angebrachten Motoren, die so vor Spritzwasser geschützt waren. Die Flügel sind oben auf dem Rumpf angebracht, etwas tiefer befinden sich rechts und links zwei Flossenstummel. Die halten das Flugboot im Gleichgewicht, wenn es landet.

Der "Wal"

Die erfolgreichste Flugbootreihe von Dornier waren die "Wale". Wegen der Beschränkungen des Versailler Vertrages wurden die meisten "Wale" außerhalb von Deutschland gebaut. Dornier gründete eigens dafür eine Firma in Italien.

Mehr als 250 "Wale" wurden insgesamt gebaut. Sie wurden vor allem als Postflugzeuge und Passagierflugzeuge eingesetzt, zum Beispiel zwischen Danzig und Stockholm oder Genua, Rom und Neapel. 1932 erlangte ein Dornierwal Berühmtheit, als der Deutsche Wolfgang von Gronau mit ihr eine Weltumrundung absolvierte.

Die Do X

Ab 1929 wurde die Do X gebaut. Es war damals das größte Flugzeug der Welt. 159 Passagiere fanden Platz darin. Das war ein Rekord, der erst 20 Jahre später gebrochen wurde. Um sie der Öffentlichkeit vorzustellen, ließ Dornier die Do X ebenfalls um die Welt fliegen. Es wurden aber nur 3 Stück gebaut, denn es gab noch Probleme mit der Sicherheit. Vor allem aber stellten die Nationalsozialisten nach 1933 den Bau ein, weil die Do X nicht militärisch nutzbar war.

Nachteile von Flugbooten

Die Landung eines Flugbootes ist nur auf spiegelglatter Wasserfläche unproblematisch. Leichter Wind und erst Recht hoher Seegang machen die Wasserung schwierig oder unmöglich. Die Flugeigenschaften waren durch die nötige Rumpfform nicht so günstig wie bei Landflugzeugen. Das zeigte sich vor allem, als die Fluggeschwindigkeiten immer mehr zunahmen.


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