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Hintergrundbild Epoche

Der Schienenzeppelin


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Der Schienenzeppelin 1931, unterwegs bei Erkrath.
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Der Schienenzeppelin 1931 in Berlin. Der Propeller ist gut zu sehen. Rechts ein Schnellzug.

Ein ganz besonderes Fahrzeug wurde im Jahr 1930 gebaut: der Schienenzeppelin. Der Ingenieur Franz Kruckenberg konstruierte und baute das Gefährt, das er selber als Flugbahn-Wagen bezeichnete. Es handelt sich dabei um einen Triebwagen, das heißt ein Waggon, der aus eigenem Antrieb fährt und Fahrgäste befördert – anders als eine Lokomotive, die die Waggons mit Fahrgästen zieht.

Ein Zeppelin für die Schiene

Zeppeline waren in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg viel bewunderte und viel gebaute Luftschiffe. Kruckenberg war ebenfalls fasziniert von ihnen, kritisierte aber auch schon früh die Gefahr von Explosionen durch die Gasbefüllung. So kam er auf die Idee, ein Gefährt für die Schiene zu entwerfen, das die windschnittige Form der Zeppeline erhalten sollte. Als Antrieb sollte ein Propeller dienen.

Geschwindigkeitsrekord

Gleich bei seiner ersten regulären Fahrt auf einer Strecke zwischen Hamburg und Berlin stellte der Schienenzeppelin einen Rekord auf: Er fuhr 230 km/h. Das strömungsgünstige Profil stellte sich als besonders geeignet für schnelles Tempo heraus. Heute würde man einen so schnellen Zug als Hochgeschwindigkeitszug bezeichnen. Der Geschwindigkeitsrekord des Schienenzeppelins wurde 24 Jahre gehalten!

Nachteile

Der Schienenzeppelin war zwar schnell, hatte aber auch Nachteile. So konnte man keine weiteren Waggons anhängen, um mehr Passagiere befördern zu können. Er konnte auch nicht rückwärts fahren. Zum Wenden brauchte man Drehscheiben oder Gleisdreiecke. Das war alles sehr umständlich. So kam es dazu, dass der Schienenzeppelin nur bis 1934 eingesetzt und 1939 verschrottet wurde.



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