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Hintergrundbild Epoche

Die Schifffahrt der 1920er Jahre


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Der Dampfer "Columbus" des Norddeutschen Lloyd 1926.
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Der Stapellauf der "Bremen" im Jahr 1928.
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Die "Bremen" holte 1930 das Blaue Band. Hier im Januar 1931.

Wiederaufbau der Linienschifffahrt

Nach dem Ersten Weltkrieg begannen die Reedereien den Wiederaufbau. Auch die HAPAG (Hamburg-Amerikanische-Paketfahrt-Aktiengesellschaft) begann unter dem neuen Direktor Wilhelm Cuno ihren Neubeginn. Nicht nur die Passagierschifffahrt lag am Boden, sondern auch die Handelsschifffahrt.

Als Reparationsleistung musste Deutschland einen Großteil seiner Schiffe abgeben. Cuno erreichte aber 1920 eine Zusammenarbeit mit einer amerikanischen Reederei, was schließlich zum Wiederaufstieg der HAPAG wesentlich beitrug. Cuno wurde übrigens 1922/1923 Reichskanzler.

Weniger Amerika-Auswanderer

1923 besaß die HAPAG wieder 78 Seeschiffe und baute sowohl Fracht- als auch Passagierschifffahrt weiter aus. Da die Zahl an Amerika-Auswanderern stark abgenommen hatte, weil die USA die Einwanderung gesetzlich beschränkten (Immigration Act), veränderte sich die Passagierschifffahrt.

Die Zwischendecks, wo die Überfahrt zwar am günstigsten war, die Unterbringung aber unbequem und eng, wurden abgeschafft. Dafür wurde die Touristen-Klasse eingeführt. Ein großes Geschäft wurden die Vergnügungsreisen indes nicht, dafür waren die Zeiten zu schlecht, insbesondere, als der Börsenkrach kam.

Die Krise

Als 1929 die Weltwirtschaft zusammenbrach, traf das auch die Reedereien. Sowohl die Passagierzahlen gingen zurück als auch die Frachtbeförderung. 1930 tat sich die HAPAG mit ihrem größten Konkurrenten, dem Norddeutschen Lloyd aus Bremen, zusammen, um gemeinsam der Krise zu trotzen. Bis 1934 ging es jedoch noch bergab, der Staat versuchte unterstützend einzugreifen und subventionierte die Schifffahrt. Der Beginn des Zweiten Weltkrieges sollte der Schifffahrt dann ein erneutes Ende setzen.

Das Blaue Band

Seit dem 19. Jahrhundert gab es einen Konkurrenzkampf um die schnellste Nordatlantiküberquerung von Europa nach New York. Jahrzehntelang holten meist britische Schiffe und hier besonders oft welche der "Cunard Line" das begehrte Blaue Band. Um die Jahrhundertwende waren deutsche Schiffe der HAPAG und von Lloyd plötzlich führend, 1907 holten die Briten sich das Band zurück, ihr Schiff "Mauretania" behielt das Band bis 1929.

Nach dem Untergang der Titanic 1912 und dem Ausbruch des Krieges 1914 waren Rekordfahrten jedoch zunächst kein Thema mehr. 1929 und 1930 holten zwei Schiffe vom Norddeutschen Lloyd das Blaue Band wieder nach Deutschland: die "Bremen" und die "Europa". 4 Tage, 14 Stunden und 30 Minuten dauerte nun die Überfahrt – 1838 waren es noch 15 Tage gewesen!

Hier siehst du die "Bremen" bei einer ihrer Probefahrten auf der Weser am 24. Juni 1929:

Mit freundlicher Genehmigung vom Haus des Dokumentarfilms Stuttgart

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