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Hintergrundbild Epoche

Tempo, Tempo


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1930: Ganz schön viel Verkehr am Potsdamer Platz!
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Aus dem Verkehrsturm am Potsdamer Platz schaut oben ein Polizist.
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Postkarte: Der neue Verkehrsturm

Die 1920er Jahre waren von einem Temporausch gekennzeichnet. Die Motorisierung, die um die Jahrhundertwende eingesetzt hatte, nahm enorm zu. Die Anzahl an Motorrädern, Personenwagen und Lastern stieg rasant an.

Die erste Ampel

In den Städten wurde der Verkehr so groß, dass man die ersten Verkehrspolizisten einsetzen musste. Eine Art Vorläufer einer Ampel mit Lichtzeichen hatte es 1922 auf dem Stephansplatz in Hamburg gegeben. Die erste Ampel Deutschlands wurde dann 1924 am Potsdamer Platz in Berlin aufgestellt. Sie wurde aus den USA importiert. Du siehst sie auf dem Foto.

Die Ampel war ein fünfeckiger Turm und er stand mitten auf der Kreuzung. Oben stand ein Verkehrspolizist und konnte alles überblicken. Er setzte die Lichtsignale. Vorher mussten sich zehn Verkehrspolizisten mit Hupen und Klingeln verständigen, um den Verkehr zu regeln! Heute steht übrigens eine Kopie auf dem Potsdamer Platz.

Das Motorrad – beliebtestes Verkehrsmittel

In der Zeit der Weimarer Republik wurde das Motorrad als Verkehrsmittel besonders beliebt. Es wurde günstiger hergestellt als noch vor dem Krieg und war natürlich auch billiger als ein Auto. So gehörten Motorradfahrer in den Städten bald zum gewohnten Bild. 1921 waren etwa 27.000 Motorräder in Deutschland angemeldet, zehn Jahre später waren es 800.000! Für kleinere Maschinen brauchte man außerdem keinen Führerschein.

Der öffentliche Verkehr

Auch das Straßenbahnnetz wurde in den 1920er Jahren stetig ausgebaut. In Berlin wurden die Gleise der U-Bahn ebenfalls verlängert. Die Omnibus-Linien in Berlin wurden verachtfacht. Und was kostete das Fahren mit dem Omnibus oder der U-Bahn? 20 Pfennig!

Straßenbahnen gab es aber nicht nur in den ganz großen Städten, sondern auch in kleineren. Häufig führten die Strecken bis hinauf aufs Land.

Der viele Verkehr machte es notwendig, auf Gefährdungen hinzuweisen. Das tat etwa die Stuttgarter Verkehrspolizei in diesem Video:

Mit freundlicher Genehmigung vom Haus des Dokumentarfilms Stuttgart

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