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Hintergrundbild Epoche

Die ersten Fernsehbilder


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Fernsehbild auf der Nipkow-Scheibe.
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Ein Telehor
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Manfred von Ardenne 1933 mit der von ihm verbesserten Röhre und dem neuartigen Projektionsapparat.
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Der Einheits-Fernseh-Empfänger E1 von Telefunken

Paul Nipkow und seine Scheibe

Die Grundlagen für das Fernsehen legte der deutsche Erfinder Paul Nipkow, der 1883 eine sich drehende Scheibe erfunden hatte. Damit war er in der Lage, Bilder zu zerlegen und wieder zusammen zu setzen. Diese "Nipkow-Scheibe" war spiralförmig gelocht. Die Bildzerlegung erfolgte also mechanisch.

Der erste mechanische Fernseher

Der Schotte John Logie Baird baute den ersten mechanischen Fernseher. Er führte sein Gerät im Januar 1926 vor. Grundlage dafür war die Nipkow-Scheibe. Im Februar 1928 gelang ihm dann die erste Fernsehübertragung über den Atlantik: von London nach New York. Per Kurzwellensender wurde das Bild über das Meer geschickt. Der erste Farbfernseher folgte im gleichen Jahr. Die Qualität muss man sich in etwa so vorstellen wie links auf dem Bild.

Der Telehor

Die erste Fernsehübertragung in Deutschland und eine der ersten weltweit fand 1928 in Berlin statt. Der Ungar Dénes von Mihály hatte ein Gerät gebaut, das die Nipkow-Scheibe verwendete und das er Telehor nannte. Das Bild war nur 4 mal 4 cm groß und musste mit einer Lupe betrachtet werden! Ton gab es dazu auch noch nicht…

Telefunkens Prototyp eines Fernsehers

Die Firma Telefunken, die 1903 gegründet worden war, stellte ebenfalls 1928 ihren ersten Fernseher vor. Das Bild war zwar etwas größer als beim Telehor, doch es war noch unverkäuflich. Wichtiges Forum für neue Geräte wurde die Internationale Funkausstellung in Berlin, die 1924 erstmals stattgefunden hatte.

Von der Mechanik zur Elektronik

1930 gelang dem deutschen Forscher Manfred von Ardenne die erste vollelektronische Fernsehübertragung. Dafür benutzte er eine Kathodenstrahlröhre. Die war schon 1897 von Ferdinand Braun erfunden worden. Das ist eine Elektronenröhre, die einen gebündelten Elektronenstrahl erzeugt. Fernseher mit einer solchen Röhre nannte man auch Röhrenfernseher.

Von Ardenne verbesserte sie und nun war die Qualität des "Fernsehens" wesentlich besser und so setzte sich diese elektronische Bildabtastung schnell durch. Schon im August 1931 führte der 24-jährige Ardenne sein Verfahren auf der 8. Funkausstellung in Berlin vor. Sogar die New York Times berichtete darüber. Das elektronische Verfahren setzte sich in den nächsten Jahren durch.

Versuchssendungen und Fernsehstuben

Es liefen nun erste Versuchssendungen und 1935 gab es das erste regelmäßige Fernsehprogramm. Bis der Fernseher Einzug in die Mehrheit der Wohnzimmer hielt, dauerte es aber noch lange. Einen eigenen Fernseher konnten sich nur die Wohlhabendsten leisten. Immerhin gab es aber öffentliche "Fernsehstuben", vor denen man sich versammelte, um zum Beispiel die Olympischen Spiele 1936 zu verfolgen. Der erste Fernseher, den sich zumindest einige Menschen mehr leisten konnten, war 1939 der "Einheits-Fernseh-Empfänger" E1 für 650 Reichsmark.

Farbe?

Und obwohl schon 1926 erstmals Bilder in Farbe übertragen werden konnten, kam der Startschuss für das Farbfernsehen in der Bundesrepublik erst 1967. Die Entwicklung in anderen Ländern wie Großbritannien, Frankreich, Russland und den USA verlief ähnlich wie in Deutschland.

Mehr zu Manfred von Ardenne.


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