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Hintergrundbild Epoche

Höhensonne gegen Rachitis


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In Berlin-Wedding befand sich ein städtisches Höhensonnen-Institut zur Bestrahlung bedürftiger Großstadtkinder. Die Kinder tragen Brillen zum Schutz ihrer Augen. 1930.
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Säuglinge unter sachkundiger Obhut von Schwestern bei der Bestrahlung durch künstliche Höhensonne. 1928.

Vitamin D

Der Körper benötigt Vitamin D zum Wachsen. Man kann Vitamin D über die Nahrung aufnehmen. Das meiste Vitamin D bildet der Körper aber normalerweise selber, indem die Haut nämlich Licht aufnimmt. Wer den ganzen Tag drinnen sitzt oder aber wenig Sonnenlicht abbekommt, weil er sich nur in düsteren Hinterhöfen aufhält, kann also einen Vitamin-D-Mangel bekommen. Daraus kann sich dann Rachitis entwickeln. So erging es nach dem Krieg vor allem vielen Arbeiterkindern in den Großstädten. Mindestens die Hälfte von ihnen litt wohl an Rachitis.

Rachitis

Rachitis ist also eine Krankheit, die durch schlechte Ernährung und Lichtmangel auftritt. Typische Symptome sind O-Beine und deformierte Hand- oder Fußgelenke. Weil Kinder noch wachsen, treten diese Symptome vor allem bei Kindern auf. Auch Babys können schon Rachitis bekommen. Babys, die im Winter geboren wurden, waren besonders anfällig.

Die Höhensonne

Ein Gerät, das künstlich UV-Strahlen (ultraviolette Strahlen, wie sie auch im Sonnenlicht vorkommen) erzeugte, wurde schon 1904 erfunden: die Quarzlampe. Die Firma Heraeus nannte das Gerät dann "Höhensonne". 1918 war es so weit, dass die Höhensonne zur Therapie und vor allem auch zur Vorbeugung eingesetzt werden konnte. Der Berliner Kinderarzt Kurt Huldschinsky entwickelte diese Therapie mit der "künstlichen Sonne". Er probierte die Bestrahlung mit Quecksilber-Quarzlampen und stellte fest, dass sie wirkte.


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