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Hintergrundbild Epoche

Wissenschaft: Die Forschung nimmt Fahrt auf


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Der deutschen Nobelpreisträger für Physik 1925 Gustav Hertz
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Das Kaiser-Wilhelm-Institut für Biologie, um 1920
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Fritz Haber erhielt den Nobelpreis für Chemie für die Synthese von Ammoniak. Nicht gelang ihm die Gewinnung von Gold aus dem Meer. Haber war Jude und emigrierte 1933.

Mit dem Ansehen Deutschlands in der Welt war es nach dem Ersten Weltkrieg nicht besonders gut bestellt. Dass sich dies wieder änderte, war auch den deutschen Wissenschaftlern zu verdanken.

Nobelpreisträger aus Deutschland

Von den 36 Nobelpreisträgern der Naturwissenschaften zwischen 1919 und 1933 ging jeder dritte Preis an einen deutschen Forscher. Die bekanntesten Preisträger dürften Albert Einstein und Werner Heisenberg sein, die 1921 bzw. 1932 den Nobelpreis für Physik erhielten. 1925 durften Gustav Hertz und James Franck den Preis entgegen nehmen.

Konservative Wissenschaftler

An den Universitäten herrschte überwiegend ein konservativer Geist. Die meisten Hochschullehrer waren Nationalisten und Anhänger der alten Monarchie. Auch unter Studenten waren republikfeindlich Gesinnte in der Mehrzahl. Viele Studenten waren in Burschenschaften organisiert. Antisemitismus war weit verbreitet.

Forschung am Boden – der Staat greift ein

Die wissenschaftliche Forschung lag direkt nach dem Krieg darnieder. Deutsche Gelehrte wurden ausgeschlossen aus der internationalen Forschung und erst gar nicht zu Kongressen eingeladen. Forschungsinstitute verloren Gelder durch die Inflation. So griff nun der Staat ein.

Die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft

Die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft war schon 1911 als preußischer Verein gegründet worden. Dieser Verein trug die einzelnen Kaiser-Wilhelm-Institute, zum Beispiel gab es dann ein Institut für Physik oder eines für Elektrochemie. Die Gesellschaft war vom Staat unabhängig  und wurde vor allem durch private Spenden finanziert. Das Geld kam von Bankiers, dem Adel oder der Industrie. Als die wirtschaftliche Lage nach dem Krieg nun zunehmend schwierig wurde, griff der Staat ein und half finanziell aus. Außerdem wurde das Institut 1923 von einer preußischen zu einer gesamtdeutschen Einrichtung.

Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft

1920 schlossen sich alle bedeutenden wissenschaftlichen Forschungsstätten Deutschlands zur "Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft" zusammen. Sie übernahm die Verteilung der Fördermittel und koordinierte die Forschungsarbeit. Auch hier erfolgte die Unterstützung durch Gelder des Staates. Ab 1929 hieß sie "Deutsche Forschungsgemeinschaft".

Forschung auf Hochtouren

Die Unterstützung zahlte sich aus. An deutschen Instituten wurden bahnbrechenden Entdeckungen gemacht. Das gilt nicht nur auf den Gebieten der Physik und Chemie, sondern auch etwa in der Seuchenbekämpfung, dem Pflanzenschutz oder der Kommunikationstechnik.

Abwanderung der Wissenschaftler

Schon vor der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten sahen sich namhafte Wissenschaftler wie Albert Einstein, Max Born oder Fritz Haber wegen ihrer jüdischen Abstammung Anfeindungen ausgesetzt. Diese drei und viele andere Wissenschaftler wanderten nach England oder Amerika aus.


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