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Hintergrundbild Epoche

Nachholbedarf bei der Klassik


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Paul Hindemith in den USA im Jahr 1945.
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Karlheinz Stockhausen leitet einen der Darmstädter Ferienkurse.

Nach dem Zweiten Weltkrieg bestand auch in der klassischen Musik großer Nachholbedarf.  So mussten sich vor allem die jüngeren Musiker erst einmal über die Musik informieren, die vor 1933 komponiert und gespielt wurde. Viele Künstler waren ja verboten und durften zwischen 1933 und 1945 gar nicht aufgeführt werden.

Paul Hindemith

Große Aufmerksamkeit erhielt der berühmte Musiker Paul Hindemith (1895-1963). Dieser war von den Nationalsozialisten verboten worden und lebte in Amerika, bis er in den 50er Jahren wieder nach Europa, in die Schweiz, zurückkehrte. Seine Musik galt als "entartete Musik" und Goebbels hatte ihn einmal als "atonalen Geräuschemacher" bezeichnet. Nach 1945 verstand man Hindemiths Musik als Anknüpfungspunkt für die deutsche Musik nach dem Krieg und spielte diese gerne und immer wieder.

Weitere Künstler der Klassik waren Karl-Amadeus Hartmann oder Carl Orff. Doch schon bald betrachtete man das Werk von Hindemith als "unmodern" und griff auf Komponisten wie Arnold Schönberg (1874-1951), Alban Berg (1885-1935) und Anton Webern (1883-1945) zurück. Das waren Komponisten, die sich vor allem der modernen Zwölftontechnik verpflichtet  hatten.

Neue Techniken in der Musik

Dazu kamen neue Techniken in der Musik, die auch an der klassischen Musik nicht spurlos vorübergingen. Technische Fortschritte in der Erzeugung von Klängen, vor allem auch die Möglichkeit, Töne synthetisch herzustellen, veränderten die Musik völlig. So entwickelte sich in den 50er Jahren auch die elektronische Musik. Es entstanden verschiedene Schulen, die mit dieser neuen Musik experimentierten.

Karlheinz Stockhausen und die Darmstädter Ferienkurse

Wichtig wurde in diesem Zusammenhang der Musiker und Komponist Karlheinz Stockhausen (1928-2007), der neue Akzente innerhalb der klassischen Musik der Zeit setzte. Er befasste sich in erster Linie mit elektroakustischer Musik. Er prägte auch die bekannten Darmstädter Ferienkurse mit seinen kompositorischen Neuerungen, die jährlich über mehrere Tage in Darmstadt stattfanden. (Ab 1970 fanden sie nur noch alle zwei Jahre statt und dann über mehrere Wochen.) Hier erprobten Komponisten und Musiker die neuesten Musikströmungen.


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