Hintergrundbild Epoche

Frankreich


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Charles de Gaulle 1942

Frankreich war während des Zweiten Weltkriegs zu einem Teil von den Deutschen besetzt, in dem anderen Teil herrschte die Vichy-Regierung, die aber ebenfalls von den Deutschen abhängig war. Schon am 15. August 1944 brach die Vichy-Regierung zusammen. Am 25. August wurde Frankreich durch die Alliierten befreit und Charles de Gaulle bildete im  September 1944 eine provisorische Regierung. Vorausgegangen war die Weigerung des Stadtkommandanten von Paris, General Dietrich von Choltitz, Paris zu verteidigen. Er übergab die Stadt kampflos und verhinderte damit schlimmere Zerstörungen der französischen Hauptstadt.

Nachdem die Deutschen vertrieben waren, kam es zunächst zu vielen Racheakten der Franzosen an den Landsleuten, die mit den Deutschen zusammengearbeitet hatten. So wurde Marschall Pétain zunächst zum Tode verurteilt und erst durch einen Erlass de Gaulles die  Todesstrafe in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt. Weniger Glück hatte der Ministerpräsident der Vichy-Regierung Pierre Leval, der hingerichtet wurde.

1944-1947: Die provisorische Regierung

Am 21. Oktober 1945 kam es zu ersten Wahlen zur verfassungsgebenden Nationalversammlung. Mitte November erfolgte die Wahl de Gaulles zum Ministerpräsidenten Frankreichs. Doch Mitte Januar 1946 trat de Gaulle zurück, da er seine persönlichen Vorstellungen, den französischen Staat neu zu ordnen, nicht durchsetzen konnte. Deshalb fanden im  Juni 1946 Neuwahlen statt und am 13. Oktober 1946 wurde der zweite Verfassungsentwurf angenommen. Damit begann die Vierte Republik in Frankreich.

1947-1958: Die Vierte Republik

Die Verfassung der Vierten Republik stärkte die Rechte des Präsidenten. Bis 1957 blieb der Sozialist Vincent Auriol Präsident. In diese Zeit fielen auch die Auseinandersetzungen Frankreichs mit seinen Kolonien. Ab 1946 tobte der "1. Indochinakrieg", bei dem Frankreich versuchte, seine Kolonie in Asien zurückzugewinnen. Die Rebellenorganisation Viet Minh mit ihrem Führer Ho Chi Minh strebte die Unabhängigkeit des Landes an. 1954 musste Frankreich seine Kolonie Indochina aufgeben und Vietnam wurde in einen kommunistischen Norden und einen nichtkommunistischen Süden geteilt. Später brach hier der Vietnamkrieg aus.

1949 trat Frankreich dem westlichen Verteidigungsbündnis der NATO bei.

Seit 1958: Die Fünfte Republik

Ab 1958 war Charles de Gaulle wieder französischer Staatspräsident. Es gab wieder eine neue Verfassung, die die Macht des Präsidenten weiter stärkte. Die Macht des Parlamentes dagegen wurde eingeschränkt. Ab 1962 wurde der französische Staatspräsident direkt vom Volk gewählt. 1962 beendete de Gaulle den Algerienkrieg.

Im Mai 1968 kam es zu heftigen Unruhen in der Fünften Republik.


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