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Spanien und die Franco-Diktatur


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General Francisco Franco
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Hier siehst du genau die Lage des Baskenlandes.

1939 endete in Spanien der Bürgerkrieg. Hitler hatte die rechtsgerichteten Putschisten unter ihrem Anführer General Franco unterstützt. Spanien war genauso eine Diktatur wie Deutschland oder Italien, hielt sich aber weitgehend aus dem Zweiten Weltkrieg heraus.

Franquismus

Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb das Land zunächst politisch isoliert. Franco übte auch nach 1945 seine Alleinherrschaft aus. Oft bezeichnet man das politische System in Spanien als Franquismus oder Franco-Regime. Es handelte sich um ein System, das auf die Person von Franco zugeschnitten war und nicht so sehr einer bestimmten Ideologie folgte. Es gab keine Verfassung, sondern nur einige Grundgesetze. Letztlich entschied der Diktator allein, was in seinem Land passierte. Hierbei ging er vor allem gegen seine politischen Gegner brutal und rücksichtslos vor.

Rücksicht nehmen musste Franco allerdings auf die Kirche, die zu einem wichtigen Stützpfeiler seiner Macht wurde. 1953 kam es zu einem Konkordat zwischen dem Vatikan und Spanien. Die Kirche erhielt hierin weitergehende Rechte, vor allem im Bereich der Bildung und der Erziehung. Ebenso unterschrieb Spanien ein Abkommen mit den USA, die in Spanien militärische Stützpunkte errichteten. Somit wurde die politische Isolation des Landes ein Stück weit durchbrochen.

Gründung der ETA

Widerstand gegen Franco gab es zunächst nicht, jedenfalls keinen wirksamen. 1959 wurde im Baskenland, das im nordwestlichen Teil Spaniens liegt, eine Untergrundorganisation namens ETA gegründet, die gegen die Bevormundung und gegen die Unterdrückung der Basken durch Franco kämpfte.

Auch in der Region Katalonien entstanden in den 50er Jahren Einrichtungen der Arbeiter, die sich für weitere Rechte einsetzten. Nachdem Spanien sich ein Stück weit aus seiner politischen Isolation löste und auch mit Hilfe des Internationalen Währungsfonds wichtige Finanzhilfen erhalten hatte, erholte es sich auch wirtschaftlich ein wenig. Innenpolitisch kam es allerdings nicht zu keiner Demokratisierung des Landes.

Diktator über 39 Jahre

Erst in den 60er Jahren begann, auch bedingt durch die steigenden Tourismuszahlen, das Wirtschaftswachstum Spaniens. 1969 ernannte Franco Juan Carlos zu seinem Nachfolger. Die Nachfolge konnte dieser allerdings erst nach Francos Tod 1975 antreten und dann konsequent die Demokratie in Spanien einführen. 39 Jahre hatte die Diktatur Francos in Spanien gedauert.

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