Wer war Bärbel Bohley?
 
Sie war eine Bürgerrechtlerin der DDR. Sie wurde in der Zeit des Umbruchs in der DDR, also 1989, zu einer Symbolfigur für die Friedliche Revolution.
Was hat sie da gemacht?
 
Sie gründete mit anderen zusammen das Neue Forum. Das war ein Zusammenschluss von vielen Menschen, die einen Umbruch in der DDR forderten.
Und hat Bärbel Bohley sich auch schon vorher für die Rechte der Bürger eingesetzt?
 
Oh ja, schon viel früher. 1982 gründete sie eine Gruppe "Frauen für den Frieden". Dafür kam sie sechs Wochen in Haft.
Das ist ziemlich mutig, sich so für etwas einzusetzen, an das man glaubt, und dafür sogar eine Gefängnisstrafe auf sich zu nehmen!
 
Ja, das ist wirklich mutig! 1986 gehörte sie wieder zu den Gründern einer Friedensgruppe, der Initiative Frieden und Menschenrechte. Und sie setzte sich für diejenigen ein, die 1988 bei einer Demonstration verhaftet worden waren.
Und dann?
 
Sie wurde selbst verhaftet und ausgewiesen, allerdings erhielt sie einen DDR-Pass. Mit dem kehrte sie ein halbes Jahr später zurück.
Warum?
 
Sie wollte trotz allem in der DDR leben. Dort waren ihre Freunde, dort war sie zu Hause und von dort aus wollte sie etwas ändern.
Was sie ja dann auch geschafft hat.
 
Ja. Das Neue Forum wurde zu einer ganz wichtigen Vereinigung, die immer mehr Menschen erreichte. Und nur weil sich so viele der friedlichen Revolution anschlossen, wurde der Umsturz in der DDR möglich.
Man sollte wirklich den Mut haben, Ungerechtigkeiten zu ändern! Dafür ist Bärbel Bohley ein echtes Vorbild!
 
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