Brecht - hat der nicht Theaterstücke geschrieben?
 
Ja, genau.
Was hat er denn mit der DDR zu tun?
 
Brecht war seit den zwanziger Jahren ein überzeugter Kommunist. Deswegen musste er dann vor den Nationalsozialisten fliehen.
Und dann?
 
Er ging ins Exil und nach dem Krieg kam er zurück. Er entschied sich für die DDR und ging nach Ost-Berlin.
Er ging also freiwillig in die DDR?
 
Mehr oder weniger freiwillig. Als Kommunist durfte er nämlich nicht in die westlichen Besatzungszonen einreisen. Und Freunde in Ost-Berlin luden ihn ein.
Ich dachte, es sind so viele Menschen aus der DDR weg, weil sie frei sein wollten. Warum ging er dann dorthin?
 
Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es auch einige, die an den Kommunismus glaubten. Sie waren für die Gleichheit aller Menschen und wollten Gerechtigkeit. Sie hofften, dass das im Osten Deutschlands möglich sein könnte.
Und waren dann enttäuscht?
 
Viele waren enttäuscht, ja. Auch Brecht war enttäuscht. Aber er erhielt die Möglichkeit, am Deutschen Theater zu arbeiten, das einen sehr guten Ruf hatte. 1949 bekam er sogar eine eigene Bühne. Die Gelegenheit wollte er sich nicht entgehen lassen.
Er starb ja schon 1956. Wie hat er diese letzten Jahre verbracht?
 
Er hatte große Theatererfolge, sogar international. Er ist bis heute einer der meist gespielten deutschsprachigen Dramatiker in der Welt.
Wow, vielleicht sollte ich mir auch mal ein Stück von ihm angucken!
 
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