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Max von Baden
* Geboren:
am 10. Juli 1867 in Baden
† Gestorben:
am 6. November 1929 in Salem bei Überlingen
Beruf:
Prinz, Offizier, Reichskanzler
Befreundet mit:
Kurt Hahn
Beziehungsstatus:
verheiratet mit Maria-Luise von Hannover-Cumberland
Kinder:
Marie Alexandra (geb. 1902), Berthold (geb. 1906)
Hobbys:
Pädagogik
Besondere Kennzeichen:
Hohe Stirn, Schnurrbart

Wer war er?


Max von Baden war der Thronfolger des Großherzogtums Baden, also ein Prinz. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften schlug er eine Laufbahn beim Militär ein und wurde Offizier in der preußischen Armee. Obwohl er adliger Herkunft war, hatte er sehr liberale Ansichten. So wurde er 1918 zum Hoffnungsträger für das gemäßigte politische Lager.

Als auch der Obersten Heeresleitung klar wurde, dass der Krieg verloren war, wurde Max von Baden zum Reichskanzler ernannt. Er war damit - bis zur Novemberrevolution - der letzte Reichskanzler des Kaiserreichs. Am Tag der Übernahme der Reichskanzlerschaft, dem 3. Oktober 1918, bildete von Baden eine parlamentarische Regierung. Nicht mehr der Kaiser, sondern diese Regierung hatte nun den Oberbefehl über die Armee. Damit war das Deutsche Reich nun eine parlamentarische Monarchie. In der Regierung saßen erstmals auch Sozialdemokraten, nämlich Philipp Scheidemann und Gustav Bauer.

In seiner Funktion als Reichskanzler tat Max von Baden einen weiteren entscheidenden Schritt: Er verkündete am 9. November eigenmächtig die Abdankung des Kaisers, obwohl der sich dazu noch nicht durchgerungen hatte. Dadurch war es möglich, dass die Republik ausgerufen wurde. Von Baden übergab sein Amt an Friedrich Ebert, den Führer der stärksten Reichstagspartei, der SPD.

Von einer weiteren politischen Arbeit hielt sich von Baden fern. Er zog sich ins Privatleben zurück und widmete sich der Pädagogik. Zusammen mit dem Schulreformer Karl Reinhardt und Kurt Hahn, einem Reformpädagogen, gründete er 1920 das Internat Schloss Salem. Max von Baden starb am 6. November 1929.
 
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