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Joschka Fischer
* Geboren:
12. April 1948 in Gerabronn
† Gestorben:
-
Beruf:
Außenminister der Bundesrepublik (1998-2005)
Befreundet mit:
Beziehungsstatus:
verheiratet mit Minu Barati
Kinder:
David, Lara
Hobbys:
Joggen
Besondere Kennzeichen:

Wer ist er?

Joschka Fischer war ein Politiker der Grünen. 1985 wurde er in Hessen Umweltminister. 1998 wurde er Außenminister und Vizekanzler in der rot-grünen Koalition unter Bundeskanzler Schröder. Beim Regierungswechsel nach der Bundestagswahl 2005 schied er aus diesem Amt aus. Ein Jahr später schied er aus der Politik aus.

Abgeordneter

1982 trat Fischer den Grünen bei. Nach innerparteilichen Auseinandersetzungen zwischen den Flügeln der "Realos" und "Fundis" setzte sich der Realo Fischer 1982 als Kandidat für die Bundestagswahl 1983 durch. Bei dieser wurde er in den Bundestag gewählt und gehörte somit der ersten Bundestagsfraktion der Grünen an. Aufgrund des Rotationsprinzips, das die Grünen damals anwendeten, schied er 1985 wieder aus dem Bundestag aus.

In Hessen

In Hessen regierte die SPD unter Holger Börner seit 1983 zunächst als Minderheitenregierung, toleriert von den Grünen, die Börner im Juni 1984 mit zum Ministerpräsidenten wählten. Im Oktober 1985 bildeten SPD und Grüne schließlich die erste rot-grüne Koalition in der Bundesrepublik. Joschka Fischer wurde der erste grüne Minister, und zwar für Umwelt und Energie. Er ließ sich am 12. Dezember 1985 in seinen weißen Turnschuhen - zu Sakko und Jeans - vereidigen. Das sorgte für großes Aufsehen, sah man Minister doch sonst nur im Anzug.

Wie schon in der Zeit der Tolerierung gab es auch in der Zeit der Koalition viele Konflikte: sowohl zwischen den beiden Parteien SPD und Grünen als auch bei den Grünen untereinander. "Fundis" und "Realos" fochten Flügelkämpfe aus. Schon am 9. Februar 1987 zerbrach die Koalition. Streitpunkt war die Genehmigung für die Plutoniumfabrik Alkem bei Hanau. Am 10. Februar erklärte Holger Börner seinen Rücktritt.

Fischer wurde bei der Wahl im April 1987 in den Hessischen Landtag gewählt, in dem nun CDU und FDP die Regierung übernahmen. Fischer wurde Vorsitzender der Landtagsfraktion der Grünen. 1991 kam es zur Neuauflage der rot-grünen Koalition, Fischer wurde wieder Umweltminister. Außerdem war er der Stellvertreter des Ministerpräsidenten und Staatsminister für Bundesangelegenheiten.

In Berlin

Im Oktober 1994 wurde er, zusammen mit Kerstin Müller, Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Als 1998 die erste rot-grüne Koalition auf Bundesebene die Regierungsarbeit aufnahm, wurde Fischer unter Bundeskanzler Gerhard Schröder zum Außenminister und Vizekanzler ernannt. Nach der Bundestagswahl 2005 kam es zur Bildung einer Großen Koalition unter Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Grünen gingen in die Opposition. 2006 schied Fischer auf eigenen Wunsch aus dem Bundestag aus.
 
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