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Paul von Hindenburg
* Geboren:
am 2. Oktober 1847 in Posen
† Gestorben:
am 2. August 1934 in Ostpreußen
Beruf:
Generalfeldmarschall, Reichspräsident
Befreundet mit:
Beziehungsstatus:
verheiratet mit Gertrud (ab 1879)
Kinder:
Irmengard, Oskar, Annemarie
Hobbys:
Jagd
Besondere Kennzeichen:
Zwirbelbart

Wer war er?

Paul von Hindenburg stieg im Ersten Weltkrieg zusammen mit Erich Ludendorff zu den obersten Befehlshabern der deutschen Armee, der Obersten Heeresleitung, auf. Nach Beendigung des Krieges begab er sich zunächst in den Ruhestand. Als bei der Reichspräsidentenwahl 1925 im ersten Wahlgang kein Kandidat die erforderliche Mehrheit erhielt, drängten ihn die rechten Parteien zur Kandidatur, obwohl er selber parteilos war. Hindenburg gab nach und wurde gewählt. Auch für eine zweite Amtszeit trat er 1932 an und wurde erneut gewählt. Am 30. Januar 1933 ernannte er Adolf Hitler zum Reichskanzler.

Herkunft und militärische Laufbahn

Paul von Hindenburg wurde auf einem ostpreußischen Gut geboren. Als Sohn eines preußischen Offiziers schlug auch Paul von Hindenburg eine militärische Laufbahn ein. Er stieg zunächst bis zum Kommandierenden General auf und wurde 1911 in den Ruhstand entlassen. Er war 64 Jahre alt.

Erster Weltkrieg

Im August 1914 aber wurde er zurückgeholt, als das Deutsche Reich die Mobilmachung begann. Hindenburg erhielt den Oberbefehl über die 8. Armee  mit Generalmajor Erich Ludendorff als Stabschef. Erfolgreich drängte das Gespann die russische Armee zurück. Schnell wurde Hindenburg zum Generaloberst befördert, dann zum Oberbefehlshaber Ost und schließlich im November 1914 zum Generalfeldmarschall. 1916 wurde er Chef des Generalstabes des Feldheeres und hatte nun zusammen mit Ludendorff die Oberste Heeresleitung inne. Ihre Macht war größer als die des Kaisers. Nach Kriegsende nahm Hindenburg seinen Abschied.

Reichspräsident

Nach dem Tod Friedrich Eberts musste ein neuer Reichspräsident gewählt werden. Doch im ersten Wahlgang erhielt keiner der Kandidaten die Mehrheit. Von den rechten Parteien wurde Hindenburg zur Wahl gedrängt. Das damalige Wahlgesetz erlaubte es, Kandidaten aufzustellen, die im ersten Wahlgang gar nicht angetreten waren. Hindenburg war 77 Jahre alt und stand eigentlich mehr für die alte Ordnung als für die Republik. Schließlich gab er jedoch nach und wurde gewählt.

Die Befürchtung im linken und bürgerlichen Lager war groß, dass Hindenburg nun antirepublikanisch handeln würde. Auch im Ausland war die Wahl nicht begrüßt worden. Offen gegen die Republik agierte Hindenburg indes nicht. Allerdings stand nun eben ein Mann an der Spitze des Staates, der ein früheres Deutschland verkörperte, ein nicht-republikanisches und monarchistisches. In Streitfragen, wie z. B. der um den Bau des Panzerkreuzers A, stand Hindenburg auf Seiten der konservativen Parteien.

Durch den Notverordnungsartikel 48 der Weimarer Verfassung hatte der Reichspräsident hohe Machtbefugnisse. So konnte er aktiv in die Gesetzgebung eingreifen. Auch hatte er die Macht, den Reichstag aufzulösen (Artikel 25). Und er ernannte und entließ die Reichskanzler. Diese Macht nutzte Hindenburg vor allem ab 1930.

Am 29. März 1930 berief er Heinrich Brüning von der Zentrumspartei zum Reichskanzler eines Minderheitskabinetts, ohne das Parlament an dieser Entscheidung zu beteiligen. Damit begann die Zeit der Präsidialkabinette. Die Kanzler waren hauptsächlich vom Vertrauen des Präsidenten abhängig. Nach dem Scheitern Brünings setzet Hindenburg die Präsidialkabinette von Papen und von Schleicher ein. Schließlich ernannte er Adolf Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler. Damit hatten die Nationalsozialisten die Macht übernommen.

Hindenburg starb am 2. August 1934 auf Gut Neudeck in Ostpreußen. Hitler übernahm daraufhin auch das Amt des Reichspräsidenten.
 
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