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Sophie Scholl
* Geboren:
9. Mai 1921
† Gestorben:
22. Februar 1943
Beruf:
Befreundet mit:
Hans Scholl, Christoph Probst, Willi Graf, Alexander Schmorell, Kurt Huber
Beziehungsstatus:
ledig
Kinder:
keine
Hobbys:
Musik, Tanzen
Besondere Kennzeichen:
Stand zu ihren Überzeugungen, sehr durchsetzungsfähig

Wer war sie?

Sophie Scholl war eine deutsche Widerstandskämpferin und Mitglied der Weißen Rose.  Sie wuchs in einem Elternhaus auf, in dem ihr christliche und auch liberale Werte vermittelt wurden. Ihre Geschwister waren Inge, Hans, Elisabeth und Werner. In der Anfangszeit der nationalsozialistischen Herrschaft begeisterte sie sich für die Ideen des Nationalsozialismus und war Mitglied im Bund Deutscher Mädel. Später schloss sie sich der Widerstandsbewegung "Weiße Rose" an. Sie wurde bei einer Flugblatt-Aktion erwischt, zum Tode verurteilt und mit 21 Jahren hingerichtet.

Kindheit und Schule

Sophie Scholl wuchs in einem Elternhaus auf, in dem auf liberale und christliche Werte großen Wert gelegt wurde.  Doch Sophie Scholl war wie viele junge Menschen ihrer Zeit zu Beginn den Ideen des Nationalsozialismus gegenüber nicht abgeneigt. Sie glaubte daran, dass es Deutschland unter der Führung Adolf Hitlers besser gehen würde. So trat sie auch im Alter von 14 Jahren dem Bund Deutscher Mädel bei. Sophie war eine Kämpferin, sie wollte keine Zöpfe tragen und schnitt sich die Haare ab und trug sie kurz. Sie liebte Musik und war sehr begabt. Doch in der Schule war sie Außenseiterin. Fast hätte sie auf das Abitur verzichten müssen, weil sie irgendwann in der Schule nichts mehr sagte. Ihr gefiel der Lehrplan, der von den Nationalsozialisten aufgestellt wurde, nicht mehr. Nur unter Zwang fügte sie sich. Gleichzeitig schwor sich die junge Sophie, dass dies das letzte Mal gewesen sei, dass sie sich unterordnete. Sie nahm auch an Veranstaltungen der Bündischen Jugend teil, die von den Nationalsozialisten verboten wurde und kam 1937 einige Stunden in Haft.  

Ausbildung

Mit 19 Jahren begann Sophie Scholl eine Ausbildung zur Kindergärtnerin. Damit wollte sie dem Reichsarbeitsdienst entgehen, was ihr aber nicht gelang. Beim Arbeitsdienst prägte sich auch ihre kritische Haltung gegenüber dem Nationalsozialmus stärker aus. 1942 begann sie mit einem Studium der Biologie und Philosophie in München. Hier traf sie auch ihren Bruder Hans Scholl wieder, der sie mit seinen Freunden bekannt machte. Durch diese Freundschaften sah sie ihr kritische Einstellung gegenüber dem nationalsozialistischen Regime nur bestärkt.


Der Widerstand

Sophies Bruder hatte mittlerweile in München eine Widerstandgruppe gegründet, die Weiße Rose, die in erster Linie Flugblätter druckte, in denen zum Widerstand gegen die Nazis aufgerufen wurde. Sophie und Hans sowie deren Freunde besuchten Vorlesungen des Philosophieprofessors Kurt Huber. Alle verband die Ablehnung des nationalsozialistischen Systems. Hans und seine Freunde verbreiteten diese Flugblätter schon 1942. Sophie machte ab 1943 auch mit. Vielleicht auch schon früher, das weiß man nicht ganz genau.

Die "Tat"

Am 18. Februar 1943 gab es das mittlerweile 6. Flugblatt der Weißen Rose. Sophie legte diese Flugblätter gemeinsam mit ihrem Bruder Hans an der Universität München aus und einen Teil warf sie von der Brüstung in den Lichthof der Uni. Der Hausmeister der Universität sah das und meldete die beiden, die kurz darauf verhaftet wurden.

Die Haft und die Verurteilung

Nachdem Sophie zu Beginn noch versuchte, die Tat zu leugnen, waren die Beweise erdrückend, so dass sie schließlich gestand. Allerdings versuchte sie bis zum Schluss ihre Freunde zu schützen und die Hauptlast der Verantwortung gemeinsam mit ihrem Bruder Hans zu übernehmen. Schon kurz nach der Festnahme, vier Tage danach, fand vor dem Volksgerichtshof die Verhandlung gegen Sophie und ihren Bruder Hans statt. Beide wurden zum Tode verurteilt und noch am Tag ihrer Verurteilung in München-Stadelheim hingerichtet. Sophie wurde nur 21 Jahre alt.
 
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