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Richard von Weizsäcker
* Geboren:
15. April 1920 in Stuttgart
† Gestorben:
31. Januar 2015
Beruf:
Rechtsanwalt, egierender Bürgermeister von Berlin, Bundespräsident
Befreundet mit:
Beziehungsstatus:
verheiratet mit Marianne (seit 1953)
Kinder:
Robert, Andreas, Marianne, Fritz
Hobbys:
Geschichte und Philosophie
Besondere Kennzeichen:
tolerant und integrierend

Wer ist das?

Richard von Weizsäcker (CDU) war von 1984 bis 1994 Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.

Berufliche Laufbahn und Zweiter Weltkrieg

Nach dem Abitur 1937 musste Richard von Weizsäcker Reichsarbeitsdienst und anschließend Wehrdienst leisten. Er nahm 1939 am Polenfeldzug teil, 1940 am Westfeldzug und kämpfte anschließend in der Sowjetunion. Bei einem Besuch seines Vaters in Rom, der dort Botschafter war, lernte er zwei spätere Widerstandskämpfer und Beteiligte am Attentat auf Hitler kennen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg studierte von Weizsäcker Jura in Göttingen. Anschließend arbeitete er für Mannesmann in Gelsenkirchen und Düsseldorf, ab 1958 für das Bankhaus Waldthausen, ab 1962 für das Chemieunternehmen Boehringer.

Politische Laufbahn

1954 trat Richard von Weizsäcker in die CDU ein, ab 1966 gehörte er dem Bundesvorstand an. 1974 kandidierte er erstmals für das Amt des Bundespräsidenten, unterlag aber Walter Scheel (FDP), der für die sozial-liberale Koalition antrat. 1981 wurde er zum Regierenden Bürgermeister von Berlin gewählt.

1984 trat er erneut bei der Wahl zum Bundespräsidenten an und wurde auch von SPD- und FDP-Abgeordneten mit gewählt. Einzige Gegenkandidatin war die von den Grünen vorgeschlagene Schriftstellerin Luise Rinser. 1989 wurde von Weizsäcker im Amt bestätigt. Bei dieser Wahl gab es keinen Gegenkandidaten, was bisher einmalig war in der Bundesrepublik.

Richard von Weizsäcker erfreute sich großer Beliebtheit, auch über die Parteigrenzen hinweg. Er trat immer vermittelnd auf und setzte sich klar für demokratische und christliche Werte ein. Er übte heftige Kritik an den Parteien, die sich zu sehr am Gewinn der nächsten Wahlen orientierten statt sich wirklich um die Probleme des Landes zu kümmern.

In einer Rede am 8. Mai 1985 bezeichnete er den 8. Mai 1945 als "Tag der Befreiung vom menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft". Das Kriegsende sei für die Deutschen keine Niederlage gewesen, sondern eben eine Befreiung vom Nationalsozialismus. Dafür erhielt er auch aus dem Ausland große Anerkennung.
 
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