WERBUNG
 
 
 
 
 
  •  
 
 
 
1890
 
1891
 
1892
 
1893
 
1894
 
1895
 
1896
 
1897
 
1898
 
1899
 
1900
 
1901
 
1902
 
 
1903
 
1904
 
1905
 
1906
 
1907
 
1908
 
1909
 
1910
 
1911
 
1912
 
1913
 
1914
 
1915
 
1916
 
1917
 
1918
 
1919
 
1920
 
1921
 
1922
 
1923
 
1924
 
1925
 
1926
 
1927
 
1928
 
1929
 
1930
 
1931
 
1932
 
1933
 
1934
 
1935
 
1936
 
1937
 
1938
 
1939
 
1940
 
1941
 
1942
 
1943
 
1944
 
1945
 
1946
 
1947
 
1948
 
1949
 
1950
 
1951
 
 
1952
1952
 
1953
 
1954
 
1955
 
1956
 
1957
 
1958
 
1959
 
1960
 
1961
 
1962
 
1963
 
1964
 
1965
 
1966
 
1967
 
1968
 
1969
 
1970
 
1971
 
1972
 
1973
 
1974
 
1975
 
1976
 
1977
 
1978
 
1979
 
1980
 
1981
 
1982
 
1983
 
1984
 
1985
 
1986
 
1987
 
1988
 
1989

26. - 27. 5. 1952

Einrichtung einer Sperrzone

0
Innerdeutsche Grenze mit Schlagbaum an der B 62 zwischen Philippsthal (Werra) und Vacha, 1952
1
Hier entlang verlief die Grenze zwischen den beiden deutschen Staaten.

Mit der Gründung der beiden deutschen Staaten entstand 1949 die deutsch-deutsche Grenze, die zuvor eine Zonengrenze zwischen den Besatzungszonen im Westen und der im Osten war. Schon in den Jahren vor 1949 verließen viele Menschen die Sowjetische Besatzungszone und gingen in den Westen. Da der Strom der Übersiedler nicht abriss, ergriff die DDR Maßnahmen, um das zu verhindern.

Das Verlassen der DDR ist strafbar

Im Januar 1951 wurde ein Gesetz erlassen, das bestimmte, dass jeder, der die DDR verließ, seinen Personalausweis abzugeben habe. Wer das nicht tat, wurde mit Gefängnis bis zu drei Monaten bestraft. 1963 wurde das Verlassen der DDR schon mit bis zu zwei Jahren Gefängnis bestraft, ab 1968 mit bis zu fünf Jahren. Man sprach nun von "Republikflucht".

5 km Sperrzone

Am 26. und 27. Mai 1952 wurde eine Sperrzone eingerichtet. Ihre Breite betrug 5 km. Damit erfolgte eine erste schärfere Abriegelung. Am 27. Mai wurden schließlich auch die Telefonleitungen zwischen West-Berlin und der DDR gekappt.

"Aktion Ungeziefer"

Zugleich wurden mehrere tausend Anwohner aus der eingerichteten Sperrzone zwangsumgesiedelt. Es handelte sich um Personen, die als "politisch unzuverlässig" eingestuft wurden. Diese Einschätzung übernahm die Stasi in Zusammenarbeit mit der Volkspolizei. Dazu gehörten Bürger mit Westkontakten, Kirchgänger oder solche, die sich negativ über die DDR geäußert hatten.

Sie mussten ihr Haus unter Zwang verlassen und wurden mit ihrem Hab und Gut auf Lastwagen zum Bahnhof gebracht. Dort warteten Güterwaggons auf die Menschen und eine Fahrt ins Ungewisse begann, denn niemand wusste, wo es hingehen würde. Die Zwangsumgesiedelten erhielten dann eine Wohnung oder ein Haus im Landesinneren zugewiesen. Die Aktion erfolgte unter dem Tarnnamen "Aktion Ungeziefer".

Mit der Zeit baute die DDR ihre Grenze immer weiter aus. Mehr dazu findest du hier.


 
WERBUNG
  • Hintergrund BRD
  • Hintergrund DDR

Gefördert in den Jahren 2011 bis 2013 von: