Hintergrundbild Epoche
Wal-ter Gro-pi-us.
Walter Gropius? Nie gehört!
 
Gropius war ein berühmter Architekt.
Also hat er Häuser gebaut?
 
Jawohl. Aber nicht irgendwelche Häuser, sondern ganz moderne Häuser. Er war in den 1920er Jahren einer der Begründer des modernen Baustils.
Wie sahen seine Häuser denn aus?
 
Ein bisschen wie aus einem Baukasten: viereckig und mit einem flachen Dach. Mit viel Glas und auch Stahl. Vorher gab es immer viele Verzierungen an den Häusern, Gropius baute aber ganz klare Formen.:
Solche Häuser werden auch heute noch gebaut.
 
Gropius wird oft in Verbindung mit dem Bauhaus genannt.
Klingt, als ob man da Werkzeug und so was kaufen kann.
 
Nein, nein, das Bauhaus war eine Hochschule für Architektur und Kunst. Sie wurde 1919 in Weimar eröffnet und Gropius wurde ihr erster Direktor.
Dort konnte man also studieren?
 
Ja. Gropius engagierte berühmte Künstler als Lehrer, zum Beispiel Paul Klee oder Wassily Kandinsky. Am Bauhaus wurden dann moderne Möbel, Schmuck, Lampen und sogar Tapeten entworfen.
Gibt es das Bauhaus denn noch?
 
Nein. Es musste 1926 nach Dessau umziehen und 1932 nach Berlin. Rechte Parteien lehnten das Bauhaus nämlich ab und als 1933 die Nazis an die Macht kamen, wurde es geschlossen. Gropius hatte das Amt des Direktors da schon lange abgegeben und sich von da an mit Massenwohnbau beschäftigt.
Was ist denn Massenwohnbau?
 
In der Weimarer Republik gab es großen Wohnungsmangel. Gropius suchte nach einer Lösung. Er wollte günstigen Wohnraum mit viel Licht und Sonne für viele Bewohner schaffen. So entstanden Wohnblocks nach seinen Entwürfen.
Warum ist er denn in Amerika gestorben?
 
Er wanderte 1934 aus, erst nach England, dann nach Amerika. Dort konnte er weiter arbeiten.
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