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Hintergrundbild Epoche

Frauen bewegt


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Frauen arbeiten am Band im VW-Werk in Salzgitter. 1973.
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Eine junge Frau absolviert eine Ausbildung in einem typischen Männerberuf. Hoechst AG, 1982.

In den 50er und 60er Jahren galten Ehe und Familie als die höchsten und erstrebenswertesten Ziele im Leben einer Frau. Die Rolle als Ehefrau und Mutter war fest zementiert. Als mit der 68er-Bewegung ein gesellschaftlicher Umbruch einsetzte, änderten sich auch die Wertvorstellungen vieler Frauen.

Was wollen die Frauen?

Das Selbstbewusstsein vieler Frauen stieg. Sie wollten auch berufstätig sein und ihr eigenes Geld verdienen. Sie wollten nicht weiter von einem Mann abhängig sein. Sie wollten selber über ihren Körper bestimmen und forderten die Abschaffung des Paragraphen 218, der Schwangerschaftsabbrüche unter Strafe stellte.

Frauenhäuser

1976 wurde das erste Frauenhaus gegründet, dem viele weitere folgten. Hier konnten Frauen, die von ihren Männern geschlagen oder misshandelt wurden, Schutz finden. 1982 gab es schon 120 Frauenhäuser.

Für die Frau

Ab 1979 gab es auch die ersten staatlichen "Frauenbeauftragten", die sich für die Gleichstellung von Frauen einsetzen. Frauen gründeten eigene Verlage und Buchläden, Frauenliteratur wurde zum Verkaufsrenner. 1977 wurde die Zeitschrift "Emma" von der Feministin Alice Schwarzer gegründet.

Neue Rechte für die Frau

Es gab auch wichtige Gesetzesänderungen, die durch die Frauenbewegung angestoßen wurden. So wurde das Scheidungsrecht überarbeitet und es galt nicht mehr das Schuldprinzip. Auch gegen den Widerstand der einen Seite konnte eine Ehe nun geschieden werden (nach einer Frist). Frauen mussten ihren Ehemann nicht mehr um Erlaubnis fragen, wenn sie einen Beruf ausüben wollten. Doppelnamen waren nun bei einer Heirat möglich.



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