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Hintergrundbild Epoche

Fernsehwerbung: Frau Sommer und der Persil-Mann


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Klementine kannte in der Bundesrepublik jedes Kind.

Die Anfänge des Werbefernsehens liegen im Jahr 1956. In den 60er Jahren aber kam die Werbung auf der Mattscheibe so richtig in Schwung. Das Warenangebot wurde immer größer, Neuheiten wie Taschenrechner oder Elektrorasierer kamen auf den Markt und wollten beworben werden.

Klischees in der Werbung

Viele Firmen begannen mit Marktforschung und versuchten, mit ihrer Werbung bestimmte Zielgruppen anzusprechen. Werbung verbreitete aber auch Klischees. Noch in den 70er Jahren wurden Frauen gerne als tüchtige Hausfrauen dargestellt, die Männer wurden berufstätig, aktiv und mächtig gezeigt.

Genuss

Vielfach stand der Genuss im Vordergrund der Werbung. Der Zuschauer sollte fühlen: Das will ich auch haben und das habe ich mir verdient. Ein bestimmtes Image wurde für die Produkte aufgebaut. Der noch in den 50er Jahren vorherrschende Zeichentrickspot wurde abgelöst durch Realfilme.

Wann gab es Werbung?

Filme oder Sendungen wurden übrigens nicht von Werbung unterbrochen wie heute bei den Privatsendern. Es gab bestimmte Werbeblöcke und diese auch nur vor 20 Uhr und sonntags gar nicht, außerdem durften es maximal 12 Minuten pro Stunde sein - so wie heute noch bei ARD und ZDF. Das ZDF lockerte seine Werbung durch zwischengeschaltete Spots der Mainzelmännchen auf.

Werbefiguren - bekannt im ganzen Land

Meister Proper, Klementine oder Frau Sommer wurden zu bekannten Werbe-Ikonen. Meist machten sie dem Konsumenten ein schlechtes Gewissen. Die Wäsche wird nicht weiß, wenn du nicht Persil benutzt, die Wohnung nicht sauber ohne Meister Proper, die Familienfeier ein Reinfall ohne Jacobs Kaffee...

Slogans

Natürlich gehören auch einprägsame Slogans zur Werbung. Dazu gehörten z. B. "Nicht nur sauber, sondern rein" (Ariel), "Ob 30, 60 oder 90 Grad - ich hab stets Riesenkraft parat" (Weißer Riese) oder "Mein Bac, dein Bac, unser Bac" (Deo Bac). Gesungen wurde "Nichts geht über Bärenmarke, Bärenmarke zum Kaffee" (Dosenmilch), "Meister Proper putzt so sauber, dass man sich drin spiegeln kann" (Putzmittel) oder "Plantschi ist prima, Plantschi ist 'ne Wucht. Mit Plantschi macht das Baden Spaß!" (Badeschaum). Frag mal deine Eltern, ob sie dir diese vorsingen können!

Hier siehst du einen Werbespot von NIVEA von 1967:



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