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Hintergrundbild Epoche

Der Irak unter der Baath-Partei


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Arif (links) und Qasim, 1958
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Saddam Hussein (links) und al-Bakr (rechts) 1978
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Saddam Hussein als Präsident des Irak
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Kindersoldat im Ersten Golfkrieg

Viele Machtwechsel

General Qasim war 1959 durch einen Militärputsch an die Macht gekommen und Premierminister im Irak. Die Baath-Partei wurde zu seinem Gegner. Ihr gelang 1963 der Sturz. Zunächst konnte sich jedoch auch die Baath-Partei nicht lange halten: Im November 1963 erfolgte ein weiterer Umsturz und Qasims Wegbegleiter Arif wurde in das neu geschaffene Amt des Staatspräsidenten gehoben. Die Baath-Partei blieb aber vorherrschende Partei, ihr Mitglied Hasan al-Bakr wurde Vizepräsident. 1968 ergriff die Baath-Partei erneut die Macht und al-Bakr wurde neuer Staatspräsident.

Panarabismus

Die Idee des Panarabismus wollte alle Araber in einem Land vereinigen, man spricht darum auch von Arabischem Nationalismus. Hierfür stand die Baath-Partei. In Ägypten setzte sich vor allem Präsident Nasser dafür ein. Im Irak und auch in anderen Ländern wurde der Panarabismus benutzt, um nationale Minderheiten im Land zu unterdrücken.

Arabischer Sozialismus

Die Baath-Partei stand auch für den Arabischen Sozialismus. Damit ist eine Politik gemeint, die einen dritten Weg zwischen Kommunismus und Kapitalismus geht. Anders als etwa im Kommunismus Osteuropas bevorzugte der Arabische Sozialismus Privateigentum, betonte die Religion (den Islam) und schlug Klassenkampf aus.

Regierungszeit al-Bakrs

Unter al-Bakr wurde die Autonome Region Kurdistan im Norden des Irak gegründet, um den Kurden Eigenständigkeit zu geben. Die 1963 verbotene Irakische Kommunistische Partei wurde wieder zugelassen und zu einem Bündnis mit der Baath-Partei geführt. Doch al-Bakrs Amtszeit war auch von blutigen Säuberungen geprägt. Politische Gegner wurden genauso hingerichtet wie der Spionage verdächtige Personen.

Saddam Hussein

Saddam Hussein stieg unter al-Bakr zum starken Mann des Irak auf. 1978 wurden alle Parteien außer der Baath-Partei verboten. Al-Bakr bestimmte Saddam Hussein 1979 zu seinem Nachfolger. Die Verletzungen der Menschenrechte nahmen nun noch grausamere Ausmaße an. Auch Gegner aus den eigenen Reihen fielen den Säuberungen zum Opfer. Gegen die Kurden beging Hussein in der "Anfal-Operation" 1988 und 1989 systematischen Völkermord.

Erster Golfkrieg

Zwischen dem Iran und dem Irak schwelte der Konflikt. Khomeini rief die überwiegend schiitische Bevölkerung im Iran zum Kampf gegen den Sunniten Hussein auf. Der wiederum stellte Gebietsansprüche. Nach mehreren kleinen Grenzgefechten griff der Irak am 22. September 1980 den Iran an - der Erste Golfkrieg hatte damit begonnen. Er sollte bis 1988 dauern.

Bis 1981 eroberte der Iran das vom Irak besetzte Gebiet zurück. In einem  Stellungskrieg wurde fanatisch gekämpft. Sogar Kinder schickte man schließlich an die Front. Gleichzeitig versuchte man, die Ölanlagen des Gegners zu zerstören. Öltanker im Persischen Golf wurden beschossen, was die Ölversorgung der westlichen Staaten bedrohte.

Hunderttausende Menschen starben in dem Krieg. 1988 wurde auf Vermittlung der Vereinten Nationen ein Waffenstillstand geschlossen.


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